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Die Pusterer Talsohle steht wieder im Zeichen des Südtiroler Erdäpfllaufs

18.08.2022

Die Top7-Laufserie übersiedelt für die fünfte Etappe ins Pustertal. Am Samstag, 27. August, steht in Bruneck die 23. Ausgabe des Südtiroler Erdäpfllaufs an. Dessen flache und somit extrem schnelle Strecke führt über 17,6 Kilometer quer durch die Talsohle umringt von der imposanten Bergwelt des Tauferer Ahrntals zum Ziel unterhalb der geschichtsträchtigen Burg Taufers nach Sand in Taufers und zieht schon jetzt wieder Hunderte Teilnehmer in seinen Bann. 

 

Eigentlich war die Ausgabe des Jahres 2021 so etwas wie eine Premiere, denn Südtiroler Erdäpfllauf #potatorun ist erst seit einem Jahr der Name der beliebten Laufveranstaltung im Herzen des Pustertals. Bis zu diesem Zeitpunkt hieß das beliebte Event fast zwei Jahrzehnte Raiffeisen ¾ Halbmarathon, das Streckenprofil war aber das gleiche. Lediglich 60 Höhenmeter sind auf den 17,6 Kilometern von Bruneck nach Sand in Taufers zu bewältigen, was den Langstreckenläufern natürlich zu Gute kommt und sie Topzeiten erzielen lässt. Die Bestzeit von 55.47 Minuten geht auf die Kappe von Marco Najibe Salami und stammt aus dem Jahr 2018, jene der Damen hat die Vorjahressiegerin Agnes Tschurtschenthaler im Jahr 2015 aufgestellt, als die Stoppuhr bei 1:02.15 Stunden stehenblieb. Die Sextnerin hält bei bereits fünf Erfolgen in Bruneck und ist damit nur noch zwei Triumphe von Rekordsiegerin Renate Rungger entfernt. 

 

Wenn am Rathausplatz in Bruneck um 17 Uhr der Startschuss fällt, geht es für die Athletinnen und Athleten zunächst über den Kapuzinerplatz zum Kolpinghaus, dann weiter in die Dietenheimerstraße bis nach Aufhofen, von wo die Teilnehmer den Radweg an der Ahr entlanglaufen und in der Folge die Ortschaften Gais, Uttenheim, Kematen und Bad Winkel passieren. Nachdem die Ahr beim Schwimmbad Cascade überquert wurde, ist es auch bis zum Zieleinlauf am Festplatz von Sand in Taufers nicht mehr weit.

 

 

Mission Titelverteidigung für Ploner und Tschurtschenthaler

 

500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bereits für den 23. Südtiroler Erdäpfllauf angemeldet, erfahrungsgemäß weiß OK-Chef Rudi Stolzlechner aber: „In den letzten Tagen kommen immer noch welche hinzu und man kann sich außerdem auch noch am Start anmelden.“ So haben sich sowohl Markus Ploner als auch Agnes Tschurtschenthaler für den 23. Südtiroler Erdäpfllauf eingeschrieben. Das Duo hat der Vorjahresausgabe ihren Stempel aufgedrückt und nimmt am Samstag, 27. August die Mission Titelverteidigung in Angriff. „Aller guten Dinge sind drei“ wird sich dabei wohl Ploner denken, denn der Sterzinger könnte mit einem neuerlichen Erfolg einen lupenreinen Hattrick perfekt machen. 

 

Dieses Vorhaben wollen ihm aber mehrere Konkurrenten streitig machen. So etwa Michael Hofer, der im Vorjahr die Top7-Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Bei den Damen will sich Petra Pircher heuer nicht mehr mit dem zweiten Platz beim Südtiroler Erdäpfllauf begnügen, nachdem sie sich vor einem Jahr nur Tschurtschenthaler geschlagen geben musste. Und auch Natalie Andersag ist eine Anwärterin auf den Sieg: Sie hat bei den bisherigen vier Top7-Etappen dieser Saison 2022 schon drei Podestplätze vorzuweisen. Beim Boclassic Ladurner Volkslauf in Bozen und beim Halfmarathon Meran-Algund wurde sie Zweite, beim Under Armour Kalterer See Halbmarathon Dritte – fehlt eigentlich nur noch der Sprung auf das höchste Treppchen des Podests.

 

 

Neue just4fun-Staffel, alte Muster im Startpaket

 

Neben dem wettkampfmäßigen Bewerb kann der Südtiroler Erdäpfllauf auch als Hobbylauf in Angriff genommen werden, wo man weder bei einem Verein angemeldet sein muss, noch ein sportärztliches Zeugnis vorzuweisen hat. Beim just4fun-Modus gibt es auch eine große Neuerung: Die Strecke kann heuer erstmals auch als Zweierstaffel gelaufen werden, bei welcher beide Staffelläufer jeweils 8,8 Kilometer hinter sich bringen. 

 

An Gewohntem hält man allerdings in Sachen Startpaket fest. Alle Teilnehmer erhalten traditionsgemäß einen Sack originale „Pusterer Erdäpfl“, ein hochwertiges Funktions-T-Shirt, eine Finisher-Medaille, einen Gutschein für einen Saunabesuch im Cron4 Reischach zum halben Preis, ein Fitnessbrot der Bäckerei Eppacher aus Sand in Taufers und weitere Gratis-Dienste rund um die Veranstaltung. Außerdem nehmen alle Teilnehmer an der Tombola teil, bei welcher unter anderem ein Gutschein für ein Wellnesswochenende für zwei Personen im 4-Sterne-Hotel Mühlenerhof verlost wird. Nach dem Südtiroler Erdäpfllauf findet auf dem Festplatz in Sand in Taufers neben der Siegerehrung auch ein Fest mit großer After-Race-Party statt.

 

 

Ehrentafel Südtiroler Erdäpfllauf

2021: Markus Ploner (ASV Sterzing Volksbank) 58.13/ Agnes Tschurtschenthaler (ASV Niederdorf) 1:06.07 

2020: aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen

2019: Markus Ploner (ASV Sterzing Volksbank) 57.53 / Maria Chiara Cascavilla (AS La Fratellanza 1874) 1:03.28

2018: Marco Najibe Salami (C.S. Esercito) 55.47 / Elena Casaro (ATL. Di Lumezzane C.S.P.) 1:10.39

2017: Khalid Jbari (Atletic Club 96) 59.43 / Agnes Tschurtschenthaler (ASV Niederdorf) 1:04.36

2016: Peter Lanziner (US Quercia Trentingrana) 56.32 / Petra Pircher (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:10.20

2015: Peter Lanziner (US Quercia Rovereto) 57.13 / Agnes Tschurtschenthaler (ASV Sterzing) 1:02.15

2014: Peter Lanziner (US Quercia Rovereto) 57.38 / Katrin Hanspeter (LF Sarntal) 1:03.21

2013: Georg Brunner (LC Pustertal) 58.05 / Kathrin Hanspeter (LC Lauffreunde Sarntal) 1:08.27 

2012: Hannes Rungger (Sportler Team) 58.37 / Agnes Tschurtschenthaler (Forestale) 1:03.30 

2011: Hannes Rungger (Sportler Team) 58.36 / Agnes Tschurtschenthaler (Forestale) 1:03.17 

2010: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 56.32 / Laura Ricci (Corradini Rubiera) 1:08.19 

2009: Said Boudalia (Atl. Brugnera) 55.48 / Carla Verones (US Fraveggio) 1:05.48 

2008: Georg Brunner (Südtiroler Laufverein) 58.40 / Renate Rungger (Forstwache) 1:08.27 

*2007: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 57.10 / Renate Rungger (Jaky-Tech Apuana) 1:06.53 

2006: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.05 / Renate Rungger (SV Sterzing) 1:00.24 

2005: Reinhard Harrasser (SSV Bruneck) 53.03 / Renate Rungger (SV Sterzing) 59.27 

2004: Reinhard Harrasser (SSV Bruneck) 53.45 / Renate Rungger (GS Valsugana) 1:02.01 

2003: Reinhard Harasser (SSV Bruneck) 53.01 / Francesca Smiderle (Atletica Schio) 1:07.55 

2002: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.34 / Renate Rungger (Südtiroler Laufverein) 1:04.43 

2001: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.13 / Edith Niederfriniger (Läufer Club Bozen) 1:05.34 

2000: Christian Leuprecht (Südtirol Team) 53.00 / Renate Rungger (Südtirol Team) 1:06.05

1999: Willi Innnerhofer (Südtiroler Laufverein) 54.39 / Daniela Rigotti (AS Dribbling) 1:16.12

*ab 2007 neue Strecken von 17,6km

Hofer und Kessler triumphieren beim Half Marathon Meran-Algund

01.05.2022

Vorjahressieger Michael Hofer und Lokalmatadorin Julia Kessler haben am Sonntag bei perfektem Laufwetter die 28. Ausgabe des Frühjahrsklassikers in der Passerstadt für sich entschieden. Hofer bewältigte die 21,097 Kilometer in starken 1:07.43 Stunden, während für Trail-Spezialistin Kessler die Stoppuhr nach 1:22.31 Stunden stehenblieb. Insgesamt nahmen rund 600 Athletinnen und Athleten am Laufspektakel in Meran teil, das den Teilnehmenden neben der Halbmarathon-Distanz auch eine 12,5 Kilometer lange Strecke bot.  

 

Michael Hofer wurde seiner Favoritenrolle beim Half Marathon Meran-Algund in souveräner Manier gerecht. Der 26-jährige Titelverteidiger vom ASV Deutschnofen, der vor fünf Wochen beim Halbmarathon in Kaltern den zweiten Platz belegt hatte, lieferte sich auf den beiden Schleifen von Meran nach Algund und wieder zurück einen packenden Fight mit David Andersag aus Kardaun. Zwischen Kilometer 15 und 16 in der Langen Gasse setzte Hofer in der Steigung schließlich die entscheidende Attacke und gewann den 28. Half Marathon Meran-Algund mit der starken Zeit von 1:07.43 Stunden. Damit war Hofer 15 Sekunden langsamer als bei seinem Triumph im Vorjahr. Andersag, Athlet vom ASC Berg, erreichte am „Tag der Arbeit“ hingegen nach 1:08.24 Stunden das Ziel. Rang drei nahm mit dem Schleiser Matthias Agethle vom Sportler Team ein weiterer Südtiroler ein. Ihm stand eine Zeit von 1:10.58 zu Buche. 

 

„Ich bin sehr zufrieden, denn die Strecke hier ist nicht gerade einfach. Das Teilnehmerfeld war wirklich stark und auch das Wetter mit ganz leichtem Regen zu Beginn und Temperaturen um 10, 12 Grad war für uns Läufer optimal. Deshalb konnten wir ordentlich ‚ziehen‘. Die Halbmarathon-Saison ist jetzt für mich erst einmal zu Ende und ich werde jetzt vermehrt auf kürzeren Distanzen, etwa bei den Dorfläufen oder Straßenrennen in anderen italienischen Regionen, anzutreffen sein“, sagte Sieger Hofer im Ziel. Der Sarner Hannes Rungger (ASC Lauffreunde Sarntal Raiffeisen) belegte hinter Pasquale Rutigliano – Italienmeister über 50 Kilometer – den fünften Platz. 

 

 

Start-Ziel-Sieg für Julia Kessler 

 

Bei den Frauen glänzte Julia Kessler aus Meran, die zu den stärksten Trail-Läufern Italiens zählt. Die 28-Jährige vom Sportclub Meran ließ ihr Potenzial aber auch im Flachen aufblitzen, absolvierte die 21,097 Kilometer in 1:22.31 und stellte damit eine neue, souveräne persönliche Bestleistung auf. „Dieser Sieg kommt völlig überraschend für mich. Ich war vor vier Jahren schon einmal hier am Start und bin im Krankenhaus aufgewacht. Damals war ich völlig unerfahren, hatte mich nicht entsprechend vorbereitet, bin das Rennen viel zu schnell angegangen und schließlich dehydriert. Heute hat es mich vor meinen Fans, vor meinen Freunden total inspiriert. Ich bin noch nie unter 1:30-Stunden gelaufen, auch nicht im Training“, sagte Kessler, die vor vier Jahren vom Kampfsport (Yoseikan Budo) zum Laufen gekommen war. 

 

Über Platz zwei beim Halbmarathon in Meran durfte sich Natalie Andersag (ASC Berg) freuen, die die Ziellinie am Kurhaus nach 1:26.13 Stunden passierte und damit 23 Sekunden schneller war als die Österreicherin Denise Neufert. Mit ihrer Zeit war Andersag übrigens eine halbe Minute schneller als vor fünf Wochen in Kaltern, wo sie den dritten Rang erreicht hatte.

 

 

Giacomelli und Dallio gewinnen den Fitness Run

 

Den 12,5 Kilometer langen Fitness Run entschied Giuliano Giacomelli (GS Valsugana Trentino) für sich. Er verwies Roberto Tomio (US Cornacci Tesero) und Manuel Padoeller auf die Ehrenplätze. Bei den Frauen setzte sich Giulia Dallio (Atletica Valle di Cembra) durch. Sie gab Elektra Bonvecchio (Atletica Trento) und Christin Crusius aus Deutschland das Nachsehen. 

 

Zufriedene Gesichter gab es nach Eintreffen der letzten Teilnehmer nicht nur bei den erfolgreichen Laufsportlerinnen und -sportlern, sondern auch bei OK-Chef Martin Sanin. „Wir haben heute ein tolles Lauf-Fest gesehen, das wir nach zwei Jahren Pandemie erstmals wieder unter so gut wie ‚normalen‘ Umständen abwickeln konnten. Mein Dank geht an die vielen freiwilligen Helfer und unsere Sponsoren, die wesentlich sind, um eine Veranstaltung wie den Half Marathon Meran-Algund erfolgreich abwickeln zu können. Gratulation auch an die Siegerinnen und Sieger, die starke Leistungen gezeigt haben“, sagte ein sichtlich zufriedener Martin Sanin.   

 

Die Südtiroler Top7-Laufserie legt nun eine kurze Pause ein und wird in zweieinhalb Monaten am Samstag, 16. Juli mit dem Reschenseelauf fortgesetzt.  

 

 

Half Marathon Meran-Algund, Ergebnisse Männer:

1. Michael Hofer ITA/ASV Deutschnofen 1:07.43

2. David Andersag ITA/ASC Berg 1:08.24

3. Matthias Agethle ITA/Sportler Team 1:10.58

4. Pasquale Rutigliano ITA/Bitonto Runners-Amici di Marco 1:11.21

5. Hannes Rungger ITA/ASC LF Sarntal Raiffeisen 1:11.33

 

Ergebnisse Frauen: 

1. Julia Kessler ITA/Sportclub Meran 1:22.31

2. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 1:26.13

3. Denise Neufert AUT/Hellblau Powerteam 1:26.36

4. Joana Lucaci ITA/GP Parco Alpi Apuane 1:26.40

5. Andrea Schweigkofler ITA/Sportclub Meran 1:27.07

 

 

Half Marathon Meran-Algund, alle Sieger im Überblick

1994: Simon Lopuyet KEN/1:02.35 Stunden – Simona Staicu HUN/1:13.05

1995: Barnaba Korir KEN/1:04.25 – Simona Staicu HUN/1:15.59

1996: Abel Gisemba KEN/1:02.12 – Martina Ivanova RUS/1:14.32

1997: Elija Lagat KEN/1:03.21 – Irina Yagodina RUS/1:13.48

1998: Christopher Cheboiboch KEN/1:02.22 – Margareth Okayo KEN/1:12.34

1999: Joseph Waweru KEN/1:02.01 – Ludmila Petrova RUS 1:16.36

2000: Michael Kite KEN/1:01.42 – Margaret Altundonyang KEN 1:12.56

2001: Anthony Korir KEN/1:04.10 – Agnes Jakab HUN/1:16.43

2002: Paul Kanda KEN/1:00.55 – Maria Cocchetti ITA/1:14.25

2003: Philip Manym KEN/1:01.14 – Rita Jeptoo KEN/1:11.30

2004: Elijah Nyabuti KEN/1:02.45 – Deborah Mengich KEN/1:13.12

2005: David Kipruto KEN/1:03.02 – Jane Ekimat KEN/1:12.55

2006: Elijah Nyabuti KEN/1:03.15 – Sylvia Kibet KEN/1:13.46

2007: Elijah Nyabuti KEN/1:03.20 – Petra Kaminkova CZE/1:15.14

2008: Jackson Kirwa KEN/1:01.31 – Beatrice Jepchumba KEN/1:13.37

2009: Collins Tanuik KEN/1:01.28 – Helah Kiprop KEN/1:12.42

2010: Toroitsch Martin Kitiyo UGA/1:02.54 – Zakia Mohamed Mrisho TZA/1:11.23

2011: Edwin Kipyego KEN/1:04.11 – Soumiya Labani MAR/1:13.51

2012: Hannes Rungger ITA/1:08.23 – Soumiya Labani MAR/1:15.22

2013: Hannes Rungger ITA/1:09.19 – Kathrin Hanspeter ITA/1:22.58

2014: Hannes Rungger ITA/1:09.11 – Kathrin Hanspeter ITA/1:16.35

2015: Jbari Khalid ITA/1:11.13 – Kathrin Hanspeter ITA/1:18.51

2016: Massimo Leonardi ITA/1:10.40 – Sabine Fischer SUI/1:20.25

2017: Jbari Khalid ITA/1:09.09 – Sabine Fischer SUI/1:18.07

2018: Markus Ploner ITA/1:09.36 – Sabine Fischer SUI/1:19.57

2019: Ousman Jaiteh GMB/1:08.58 – Andrea Weber AUT/1:24.16

2020: im Zuge der Covid-19-Pandemie abgesagt /annullata a causa della pandemia Covid-19

2021: Michael Hofer ITA/1:07.28 – Arianna Lutteri ITA/1:23.27

2022: Michael Hofer ITA/1:07.43 – Julia Kessler ITA/1:22.31

 

Die Top7-Laufserie ruft zum Half Marathon Meran-Algund

21.04.2022

Wenn am 1. Mai die arbeitende Bevölkerung den Tag der Arbeit genießt, dann werden in Meran zahlreiche Paar Laufschuhe zugeschnürt. Ab 9.30 Uhr steht in der Passerstadt nämlich der 28. Half Marathon Meran-Algund auf dem Programm. Zum dritten Event der beliebten Südtiroler Top7-Laufserie werden wieder zahlreiche Topathletinnen und -athleten erwartet.



 

Der Halbmarathon Meran-Algund erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Auch, weil das traditionsreiche Lauf-Event auf einer sehr flachen Strecke vonstattengeht: Nur insgesamt 50 Höhenmeter müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den 21,097 Kilometern bewältigen. Dabei werden einige Top-Athleten die Bestzeit des Kenianers Paul Kanda (1:00.55 Stunden) aus dem Jahr 2002 in Angriff nehmen. Freuen dürfen sich die Veranstalter unter anderen auf Titelverteidiger Michael Hofer vom ASV Deutschnofen, sowie David Andersag (ASC Berg), Andrea Dagostin (Athletic Club 96 Bozen), Benjamin Ganal, Ludovico Palmieri (ASV Schluderns) und Herbert Kopp. Vor allem bei den Frauen gibt es heuer ein vollgepacktes Favoritenfeld, schließlich gehören Julia Kessler (SC Meran), Petra Pircher (ASC Laas), Natalie Andersag (ASC Berg) oder Edeltraud Thaler in Südtirol zur absoluten Laufelite. Sie müssen sich etwa gegen Giulia Franchi (Atletica Trento), Andreea Lucaci (Parco Alpi Apuane) und Nicole Dürst (Schweiz/Vorjahresdritte) behaupten.

 

Neben diesen Spitzenathleten haben sich bereits mehr als 500 Laufbegeisterte für die drei Wettbewerbe angemeldet, die in der Passerstadt angeboten werden. Neben dem Halbmarathon findet nämlich auch der etwa halb so lange Fitness Run statt. Außerdem wird der Run4Fun ausgetragen, der wie der Fitness Run 12,5 Kilometer lang ist, bei dem aber der Spaß im Vordergrund steht. Hier wird keine Zeit genommen und es ist auch nicht notwendig, über ein ärztliches Zeugnis zu verfügen – im Unterschied zu den anderen beiden Wettbewerben. 

 

 

Große Vorfreude bei den Veranstaltern 

 

Martin Sanin, seit vielen Jahren OK-Chef des Half Marathon Meran-Algund, freut sich auf eine mehr oder weniger normale Austragung des Frühjahrsklassikers, nachdem im Vorjahr besonders strenge Covid19-Auflagen galten: „Mit der gesamten Abwicklung der Organisation bis jetzt und auch mit den bisher eingegangenen Anmeldungen kann ich zufrieden sein. Vor einem Jahr durften nur 300 Athletinnen und Athleten an den Start gehen. Heuer sind zehn Tage vor dem Startschuss schon fast doppelt so viele angemeldet – und es kommen sicher noch zahlreiche Laufsportler dazu“, unterstreicht Sanin.

 

Anmeldungen sind nämlich nach wie vor auf der Webseite der Veranstaltung (www.marathon-meran.com) möglich. Sanin rechnet mit „zwei- bis dreihundert Anmeldungen mehr“, sodass sich am Tag der Arbeit an die 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start in der Meraner Freiheitsstraße versammeln werden. Bis Freitag, 29. April können sich alle Interessierten für einen der drei Wettbewerbe eintragen, am Samstagnachmittag (30. April) werden von 15 bis 18 Uhr die Startnummern ausgegeben. Wie vor der Coronapandemie üblich, ist es heuer auch wieder möglich, nach dem Wettkampf in der Therme Meran zu duschen, ehe auf der Passerpromenade die Siegerehrung stattfinden wird. Vorausgesetzt, dass es die neuen Auflagen zulassen, die pünktlich am 1. Mai in Kraft treten sollen.

 

 

Zwei besonders treue Athleten wollen es wieder wissen

 

Besonders erfreut ist Martin Sanin über die Anmeldungen von Wilfried Braunhofer und Norbert Zecher. „Beide gehören zu unseren ‚Treuesten der Treuen‘ und werden ihrem Ruf auch heuer wieder gerecht. Für Braunhofer ist es die 27. Teilnahme beim Halbmarathon – das einzige Mal, wo er nicht in der Ergebnisliste aufschien, wurde er disqualifiziert. Der aus Stauffenberg (Deutschland) kommende Zecher ist hingegen schon 26 Halbmarathons und sieben Marathons, die es davor in Meran gegeben hat, gelaufen. Er kennt unsere Stadt wohl besser als so manch ein Einheimischer“, erklärt der OK-Chef abschließend. 

 

 

Half Marathon Meran-Algund, alle Sieger im Überblick

1994: Simon Lopuyet KEN/1:02.35 Stunden – Simona Staicu HUN/1:13.05

1995: Barnaba Korir KEN/1:04.25 – Simona Staicu HUN/1:15.59

1996: Abel Gisemba KEN/1:02.12 – Martina Ivanova RUS/1:14.32

1997: Elija Lagat KEN/1:03.21 – Irina Yagodina RUS/1:13.48

1998: Christopher Cheboiboch KEN/1:02.22 – Margareth Okayo KEN/1:12.34

1999: Joseph Waweru KEN/1:02.01 – Ludmila Petrova RUS 1:16.36

2000: Michael Kite KEN/1:01.42 – Margaret Altundonyang KEN 1:12.56

2001: Anthony Korir KEN/1:04.10 – Agnes Jakab HUN/1:16.43

2002: Paul Kanda KEN/1:00.55 – Maria Cocchetti ITA/1:14.25

2003: Philip Manym KEN/1:01.14 – Rita Jeptoo KEN/1:11.30

2004: Elijah Nyabuti KEN/1:02.45 – Deborah Mengich KEN/1:13.12

2005: David Kipruto KEN/1:03.02 – Jane Ekimat KEN/1:12.55

2006: Elijah Nyabuti KEN/1:03.15 – Sylvia Kibet KEN/1:13.46

2007: Elijah Nyabuti KEN/1:03.20 – Petra Kaminkova CZE/1:15.14

2008: Jackson Kirwa KEN/1:01.31 – Beatrice Jepchumba KEN/1:13.37

2009: Collins Tanuik KEN/1:01.28 – Helah Kiprop KEN/1:12.42

2010: Toroitsch Martin Kitiyo UGA/1:02.54 – Zakia Mohamed Mrisho TZA/1:11.23

2011: Edwin Kipyego KEN/1:04.11 – Soumiya Labani MAR/1:13.51

2012: Hannes Rungger ITA/1:08.23 – Soumiya Labani MAR/1:15.22

2013: Hannes Rungger ITA/1:09.19 – Kathrin Hanspeter ITA/1:22.58

2014: Hannes Rungger ITA/1:09.11 – Kathrin Hanspeter ITA/1:16.35

2015: Jbari Khalid ITA/1:11.13 – Kathrin Hanspeter ITA/1:18.51

2016: Massimo Leonardi ITA/1:10.40 – Sabine Fischer SUI/1:20.25

2017: Jbari Khalid ITA/1:09.09 – Sabine Fischer SUI/1:18.07

2018: Markus Ploner ITA/1:09.36 – Sabine Fischer SUI/1:19.57

2019: Ousman Jaiteh GMB/1:08.58 – Andrea Weber AUT/1:24.16

2020: im Zuge der Covid-19-Pandemie abgesagt /annullata a causa della pandemia Covid-19

2021: Michael Hofer ITA/1:07.28 – Arianna Lutteri ITA/1:23.27

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

Jbari und Bettin lassen beim Under Armour Kalterer See Halbmarathon alle hinter sich

27.03.2022

Kaltern, 27. März 2022 – Mit zwei Favoritensiegen ist am Sonntag die 15. Ausgabe des Under Armour Kalterer See Halbmarathons zu Ende gegangen. Bei den Männern machte sich der Bozner Khalid Jbari an seinem 33. Geburtstag mit dem Triumph ein schönes Geschenk, während bei den Frauen die Trentinerin Loretta Bettin die Nase vorne hatte. Die beiden Athleten waren beim Rundlauf um den wärmsten Badesee der Alpen bereits 2018 gemeinsam auf dem höchsten Treppchen des Podiums gestanden. 

 

 

Wolkenloser Himmel, Windstille und Temperaturen um 13 Grad Celsius beim Start am Kiosk Gretl am See um 10 Uhr – besser hätten die äußeren Bedingungen für den 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon am Sonntagvormittag nicht sein können. In der Tat: Die Athletinnen und Athleten zeigten auf den beiden etwas mehr als 10 Kilometer langen Schleifen zum Teil Topleistungen. Bei den Männern setzte sich kurz nach dem Start mit Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia), Michael Hofer (ASV Deutschnofen) und David Andersag (ASC Berg) ein in Südtiroler Läuferkreisen prominentes Trio ab. Diese drei Topläufer lagen auch nach der ersten Runde, die sie in etwas mehr als 33 Minuten absolvierten, eng beisammen. 

 

Auf der zweiten Schleife setzten sich Jbari und Hofer dann etwas ab, bevor der spätere Sieger bei Kilometer 20 auf einer Bergab-Passage die entscheidende Attacke setzte. Am Ende gewann Jbari den Kalterer See Halbmarathon mit einer Zeit von 1:07.20 Stunden und zehn Sekunden Vorsprung auf Hofer. Jbaris Leistung an seinem 33. Geburtstag und bei seinem insgesamt dritten Kaltern-Triumph nach 2017 und 2018 ist noch einmal höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass er erst vor einer Woche den Rimini Marathon für sich entschieden hat. Jbaris Halbmarathon-Bestzeit lieg bei 1:06.41. Hofer schrammte hingegen nur 16 Sekunden an seiner persönlichen Bestleistung vorbei, die er in dieser Saison verbessern möchte. Langfristig peilt der 26-Jährige eine Zeit unter 1:05-Stunden an. Das Podium in Kaltern komplettierte am Sonntag David Andersag, der in 1:08.59 ebenfalls die 1:10-Stunden-Marke knackte. 

 

 

Natalie Andersag als beste Südtirolerin auf Rang drei

 

Bei den Frauen feierte Loretta Bettin (Atletica Paratico) einen klassischen Start-Ziel-Sieg. Die 41-jährige Trentinerin hatte bei Halbzeit einen Vorsprung von zwei Minuten auf Natalie Andersag (ASC Berg) und von fast drei Minuten auf Anna Fantinelli (Atletica Brescia Marathon). Einen Vorsprung, den Bettin auf der zweiten Schleife weiter ausbaute, die 21,1 Kilometer schließlich in 1:21.10 Stunden bewältigte und sich damit souverän durchsetzte. Fantinelli konnte auf der zweiten Schleife an Andersag vorbeiziehen und belegte mit 4.17 Minuten Rückstand den zweiten Platz. Andersags Rückstand auf die Tagessiegerin betrug im Ziel hingegen 5.37 Minuten.

 

Zusätzlich zur Halbmarathon-Distanz bot der ausrichtende Südtiroler Laufverein Sparkasse am Sonntag traditionsgemäß auch den Panoramalauf mit einer Länge von 10,55 Kilometern an. Hier ging der Tagessieg bei den Männern an den Trentiner Marco Anesi (Lagarina Crus Team). Der 22-Jährige aus Pinè erreichte das Ziel nach 34.04 Minuten mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Salurner Raphael Joppi vom Gastgeberverein. Den dritten Rang nahm hingegen Nicola Mostacchetti von Atl. Valle Brembana ein. Seine Endzeit betrug 35.13 Minuten. Bei den Frauen überquerte eine Athletin aus Deutschland als Erste die Ziellinie. Anna Ricarda Gerlach aus Regensburg setzte sich souverän in 40.43 Minuten durch. Als beste heimische Athletin landete Sophia Miribung aus Percha auf dem zweiten Platz (Laufclub Pustertal/45.04), vor Sonja Tscholl aus Tschengls (ASD Südtirol Team Club/46.34). 

 

 

Die Veranstalter freuen sich über ein gelungenes Comeback

 

Strahlende Gesichter gab es am Sonntag aber nicht nur bei den Teilnehmenden, die nach zwei Jahren Pandemie bedingter Zwangspause wieder den Frühlingsauftakt der heimischen Laufszene im Überetsch in Angriff nehmen durften. Auch OK-Chef Patrick Olivetto zeigte sich nach Ende des Klassikers zufrieden: „Wir sind zunächst einmal überglücklich, dass wir den Under Armour Kalterer See Halbmarathon endlich wieder durchziehen konnten. Die 800 gemeldeten Teilnehmer und die vielen strahlenden Gesichter bei den Finishern sind der Beweis, dass alle auf dieses Rennen hingefiebert haben. Es war aufgrund der Corona-Auflagen nicht einfach, das Event abzuhalten. Aber dank der Unterstützung unserer 120 freiwilligen Helfer hat alles reibungslos geklappt. Ein Dank geht natürlich auch an unsere Sponsoren, die uns hoffentlich auch bei den nächsten Ausgaben unseres Traditionslaufes wieder unterstützen werden.“

 

Die Top7-Serie – der Under Armour Kalterer See Halbmarathon war die zweite Etappe von insgesamt sieben Veranstaltungen – wird in knapp einem Monat mit einem weiteren Halbmarathon fortgesetzt. Am Sonntag, 1. Mai geht es für die Athletinnen und Athleten zwischen Meran und Algund auf die 21,1 Kilometer.  

 

 

Ergebnisse 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon

 

Männer

1. Khalid Jbari ITA/Athletic Club 96 Alperia 1:07.20

2. Michael Hofer ITA/ASV Deutschnofen 1:07.30

3. David Andersag ITA/ASC Berg 1:08.59

4. Luis Schenk ITA/ASV Gherdeina Runners 1:12.04

5. Enrico Cozzini ITA/GS Fraveggio 1:12.11

 

Frauen: 

1. Loretta Bettin ITA/Atl. Paratico 1:21.10

2. Anna Fantinelli ITA/Atletica Brescia Marathon 1:25.28

3. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 1:26.48

4. Susanne Hafner GER 1:27.15

5. Christine Griessmair ITA 1:28.02

 

 

Panoramalauf (10,55 km)

 

Männer

1. Marco Anesi ITA/Lagarina Crus Team 34.04

2. Raphael Joppi ITA/Südtiroler LV Sparkasse 34.19

3. Nicola Mostacchetti ITA/Atl. Valle Brembana 35.13

4. Alex Rodigari ITA/US Carisolo 35.26

5. Veith Berger ITA 35.41

 

Frauen: 

1. Anna Ricarda Gerlach GER/LG Telis Finanz Regensburg 40.43 

2. Sophia Miribung ITA/Laufclub Pustertal 45.04

3. Sonja Tscholl ITA/ASD Südtirol Team Club 46.34

4. Silvia Bazzana ITA/SG Eisacktal Raiffeisen ASV 46.56

5. Saveria Moncher ITA/ASD Città di Trento 47.43

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Foto: hkMedia

Mit dem ausgebuchten Under Armour Kalterer See Halbmarathon geht es weiter

17.03.2022

Die beliebte Top7-Laufserie wird am Sonntag, 27. März mit dem 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon fortgesetzt. Der Wettkampf am wärmsten Badesee der Alpen ist nach zweijähriger Corona-Abstinenz mehr gefragt denn je, denn alle 800 Startplätze für den Panoramalauf (10,5 km) und den Halbmarathon – der Volkslauf findet heuer nicht statt – sind bereits vergeben.  

 

 

Aufgrund der noch geltenden Corona-Restriktionen musste das OK-Team des Under Armour Kalterer See Halbmarathons heuer sowohl beim Volkslauf als auch beim traditionellen Essen und der Endverpflegung zurückstecken. „Weil bei der Speisenausgabe eine 2G-Regelung gelten würde, wir beim Panoramalauf und Halbmarathon aber eine 3G-Regelung anwenden, würde dies in Widerspruch stehen. Also haben wir die Pasta Party vom Programm gestrichen, dafür steht das Rennen aber mehr Laufinteressierten offen“, erklärt der engagierte OK-Chef Patrick Olivetto. Die Vorfreude auf die 15. Ausgabe des Halbmarathons ist an den Ufern des bekannten Badesees groß, schließlich musste seit zwei Jahren auf das Laufevent verzichtet werden. Der Beweis dafür ist die bereits erreichte Teilnehmerzahl: „800 war und ist das Maximum, mehr können wir nicht starten lassen. Die Sicherheit der Teilnehmer und Helfer steht für uns an oberster Stelle. Natürlich macht es uns ein wenig stolz, dass wir dieses Limit schon drei Wochen vor dem Startschuss erreicht haben. Das spricht für unsere gute Organisation und natürlich den Umstand, dass die Menschen nach schwierigen Monaten wieder richtig Lust auf Wettkämpfe haben“, kommentiert Olivetto.

 

Lust auf den Under Armour Kalterer See Halbmarathon haben auch zahlreiche Topathleten – nicht nur aus Südtirol, sondern auch aus den anderen Regionen Italiens. Für die 21,1 km lange Strecke, die um 10 Uhr gestartet wird, sind einige starke Läuferinnen und Läufer aus dem italienischen Raum angemeldet. Bei den Frauen darf man auf die einheimischen Athleten gespannt sein: Natalie Andersag (ASC Berg), Petra Pircher (ASC Laas) und Edeltraud Thaler (ASV Telekom) zählen bei der Top7-Laufserie schön längst zu den Stammgästen und haben schon mehrmals ihre Klasse unter Beweis gestellt. Ebenfalls im Auge sollte man die Schweizerin Samira Schnüriger (LC Regensdorf) haben: Ihre Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz beträgt respektable 1:17.58 Stunden.

 

 

Favoriten zuhauf bei den Herren

 

Bei den männlichen Teilnehmern muss man den großen Favoriten lange suchen. Denn angemeldet haben sich viele Top-Läufer aus Südtirol und dem Rest Italiens, die sich am 27. März auf den zwei Schleifen um den Kalterer See wohl eindrucksvoll die Stirn bieten werden. Jbari Khalid (Athletic Club 96), Markus Ploner (ASV Sterzing), Michael Hofer (ASV Deutschnofen), David Andersag (ASC Berg), Peter Lanziner (A.S.D. Südtirol Team Club), Helmuth Mair (S.G. Eisacktal) oder Simon Pertinger (S.G. Eisacktal) – schon alleine die Namen der Läufer aus der heimischen Provinz machen einiges her. Weil aus dem italienischen Raum auch noch Spezialisten wie Stefano Ghenda (Treviso Atletica), Nicola Buffa (ASD Atletica Pidaggia 1528) oder Federico Bordignon (Vicenza Marathon) hinzukommen, darf man sich auf diesen hochkarätig besetzten Wettkampf besonders freuen. 

 

Neben dem Halbmarathon wird auch der Panoramalauf stattfinden. Im Unterschied zum Halbmarathon (21 Kilometer) wird hier der Kalterer See nur einmal umrundet (10,5 Kilometer). Der Panoramalauf wird für die Top7-Laufserie nicht gewertet, zählt aber für die Treueprämie. Er bietet aber vor allem einheimischen Leichtathleten, die auf den Langstrecken zu Hause sind, immer eine ausgezeichnete Möglichkeit für einen Formcheck. So nehmen beispielsweise auch Raphael Joppi, der an Silvester den Elitelauf des BOclassic Südtirol bestritten hat, und Simon Mair vom Südtiroler Laufverein teil. Wer beim Laufevent am Kalterer See zuschauen möchte, muss einen gültigen 2G-Nachweis bei sich führen.

Foto: Franz Spiess

 

Jbari und Giotto gewinnen den 18. BOclassic Ladurner Volkslauf

31.12.2021

Der Auftakt in die Top7-Laufserie 2022 ist gemacht: Am frühen Freitagnachmittag ist der 18. BOclassic Ladurner Volkslauf mit den maximal zugelassenen 300 Teilnehmern über die Bühne gegangen. Die erste von insgesamt sieben Etappen des beliebten Südtiroler Laufwettbewerbs entschieden der Bozner Khalid Jbari und Marina Giotto (Mel/Provinz Belluno) für sich. Der Ladurner Volkslauf läutet traditionsgemäß den international topbesetzten BOclassic Südtirol mit den beiden Eliteläufen (um 15 Uhr die Frauen, um 15.30 Uhr die Männer) ein. Am Bozner Silvesterlauf, der zu den renommiertesten Laufveranstaltungen der Welt zählt, nehmen einige der weltbesten Langstreckenläufer teil.   

 

Bei frühlingshaften Temperaturen um die 12° Celsius, wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein fiel um punkt 13 Uhr der Startschuss zum BOclassic Ladurner Volkslauf. Im stark besetzten Männerfeld setzte sich auf der ersten Gruppe eine Dreiergruppe, bestehend aus Khalid Jbari, Osvaldo Zanella und David Andersag aus Kardaun, an die Spitze. Das Trio blieb drei Viertel der Strecke eng beisammen, ehe Andersag vor Beginn der letzten Schleife ein wenig abreißen lassen musste. Am Ende lief der Bozner Khalid Jbari als Erster nach 5 Kilometern und mit einer Zeit von 15.29 Minuten über die Ziellinie am Bozner Waltherplatz. 

 

„Mein letzter Auftritt hier beim BOclassic Ladurner Volkslauf ist schon einige Jahre her. Ich habe bewusst bis zum Schluss gewartet, um meinen Angriff zu setzen. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass ich dieses traditionsreiche Rennen am letzten Tag des Jahres gewinnen konnte. Zu Beginn des neuen Jahres werde ich einige Cross-Rennen bestreiten“, sagte Jbari, der für den Athletic Club 96 Alperia startet, in einer ersten Stellungnahme im Ziel. Osvaldo Zanella, der für Atletica Brugnera tesseriert ist, wurde mit sieben Sekunden Rückstand auf Jbari Zweiter. Das Podium komplettierte Andersag vom ASC Berg. Er bewältigte die vier Runden zu jeweils 1,25 Kilometern in 15.44 Minuten. „Leider konnte ich das Tempo nicht bis zum Schluss halten, aber ich bin dennoch zufrieden, wie es heute gelaufen ist“, lautete Andersags Kommentar im Ziel. 

 

 

Giotto vor den starken Südtirolerinnen Andersag und Vorhauser

 

Bei den Frauen ging der Sieg an eine Läuferin aus der Provinz Belluno. Marina Giotto aus Mel, die für GS La Piave 2000 startet, lief zunächst mit Natalie Andersag (Kardaun/ASC Berg) gemeinsam an der Spitze, ehe sie nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke das Tempo verschärfte und den 18. BOclassic Ladurner Volkslauf in 18.13 Minuten gewann. Platz zwei ging an Andersag, die sich mit einem Spitzenresultat aus der Babypause zurückmeldete. Als dritte schaffte es Lara Vorhauser aus Grasstein in der Gemeinde Franzensfeste, Athletin des ASV Sterzing Volksbank, aufs Podium. Ihre Endzeit betrug 19.02 Minuten. Vorhauser hatte den letzten Ladurner Volkslauf im Mai gewonnen, der aufgrund der Corona-Pandemie um fünf Monate hatte verschoben werden müssen.    

 

„Ich bin wirklich sehr zufrieden, denn das hier war mein erstes Rennen seit drei Monaten. Eine Knieverletzung hat mich außer Gefecht gesetzt, aber heute habe ich mich von Beginn an gut gefühlt. In Bozen war ich jetzt einige Jahre nicht mehr mit von der Partie und bei meiner Rückkehr habe ich gleich meinen persönlichen Rekord verbessert. Auch die Einteilung war super – zwei Runden habe ich mich mit einer Konkurrentin duelliert, bevor ich dann meinen eigenen Rhythmus weitergelaufen bin“, sagte Siegerin Giotto.

 

Die Top7-Laufserie 2022 wird am Sonntag, 27. März mit dem Under Armour Kalterer See Halbmarathon fortgesetzt. 

 

 

Ergebnisse 18. BOclassic Ladurner Volkslauf

 

Männer:

1. Khalid Jbari ITA/Athletic Club 96 Alperia 15.29

2. Osvaldo Zanella ITA/Atl. Brugnera PN Friulintagli 15.36

3. David Andersag ITA/ASC Berg 15.44

4. Alexandru Bacosca ROU 16.02

5. Sebastian Weissteiner ITA/SG Eisacktal Raiffeisen SV 16.16

 

Frauen:

1. Marina Giotto ITA/GS La Piave 2000 18.13 Minuten

2. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 18.58

3. Lara Vorhauser ITA/ASV Sterzing Volksbank 19.02

4. Christine Griessmair ITA 19.45

5. Maria Pichler ITA/Südtiroler LV Sparkasse 19.57

 

Die vollständigen Ergebnislisten: https://tds.sport/de/race/12243

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 27. März 2022: Under Armour Kalterer See Halbmarathon

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Der BOclassic Ladurner Volkslauf läutet an Silvester die Top-7-Serie 2022 ein

20.12.2021

„Alle Jahre wieder…“ – Das bekannte Weihnachtslied passt nicht nur gut zur aktuellen Adventszeit, sondern auch zum beliebtesten Südtiroler Lauf-Circuit. Zum bereits 16. Mal steht die Top-7-Laufserie an und traditionell geht es im Rahmen des BOclassic Südtirol mit dem Ladurner Volkslauf für alle Hobbyathletinnen und -athleten los. Der traditionsreiche Silvesterlauf wurde am Montag definitiv von der Bozner Stadtregierung bestätigt. 

 

Die Top-7-Laufserie zieht Jahr für Jahr Tausende Hobbyläufer in seinen Bann. Nach jahrelanger und bestens bewährter Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltern der einzelnen Stationen, steht die Veranstaltungsreihe mittlerweile für eine herausragende Organisation und große Professionalität. Nachdem die 15. Ausgabe im Jahr 2021 nur eine Top-6 bildete – der Under Armour Kalterer See Halbmarathon im März musste aufgrund der Covid19-Pandemie abgesagt werden – soll im 16. Anlauf wieder alles reibungslos und hoffentlich coronafrei durchgezogen werden. 

 

Die 16. Ausgabe geht wie gewohnt noch im alten Jahr los. Der Ladurner Volkslauf im Rahmen des BOclassic Südtirol bildet am 31. Dezember Jahr für Jahr den Startschuss der Serie. Der 5 Kilometer lange Lauf durch die Altstadt Bozens hat auch immer ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld vorzuweisen. Für die zahlreichen Hobbyläufer besteht somit die Möglichkeit, das Jahr 2021 mit einer sportlichen Leistung abzuschließen. Noch im Frühjahr steht am 27. März am Kalterer See der Under Armour Kalterer See Halbmarathon an. Wenn am 1. Mai das arbeitende Volk den „Tag der Arbeit“ im vom Spätfrühling blühenden Südtirol genießt, dann stürzen sich die Teilnehmer der Top-7 schon wieder auf die Laufstrecke. Schließlich steht dann der Half Marathon Meran-Algund an. 

 

 

7 Rennen auf alle 4 Jahreszeiten verteilt

 

Die letzten vier Etappen der Südtiroler Laufserie finden vom Juli bis Oktober im Monatsrhythmus statt. Zunächst geht es am 16. Juli ans westliche Ende Südtirols, wo der Reschenseelauf, eine der größten Laufveranstaltungen im Alpenraum, stattfindet. Am 27. August wird dann am anderen Ende der nördlichsten Provinz Italiens die fünfte Etappe ausgetragen. Beim Südtiroler Erdäpfellauf, ein rund 17 Kilometer langer Lauf von Bruneck nach Sand in Taufers, können die Teilnehmer die Idylle des Puster- und Ahrntals aufsaugen.

 

Abgeschlossen wird die Serie wie gewohnt von den Klassikern Soltn-Berghalbmarathon in Jenesien (25. September), sowie dem AgeFactor-Run in Branzoll (22. Oktober). In den beiden Herbst-Highlights legen sich immer besonders jene Sportler ins Zeug, die noch die Chance auf den Gesamtsieg in der Serie haben. Auf die Gesamtsieger warten auch heuer wieder großartige Sachpreise. Titelverteidiger sind Petra Pircher (Laas) und Michael Hofer aus Deutschnofen. 

 

 

Anmeldungen bereits im Gange

 

Sowohl für den BOclassic Ladurner Volkslauf als auch für die gesamte Top-7-Serie laufen die Anmeldungen bereits auf Hochtouren. Wer sich noch vor dem 24. Dezember für den BOClassic anmeldet, muss nur eine Teilnahmegebühr von 25 Euro zahlen, ehe sie bis zum Eventstart auf 30 Euro steigt. Aber aufgepasst: Jene Läufer, die planen, an allen sieben Etappen der Top-7 teilzunehmen, erhalten einen Sonderpreis von 165 Euro. Anmelden kann man sich auf https://www.top-7.it/de/anmeldung oder auf den Webseiten der einzelnen Laufveranstaltungen. 

 

 

Programm Top-7-Laufserie 2022

Freitag, 31. Dezember 2021: BOClassic Südtirol

Sonntag, 27. März 2022: Under Armour Kalterer See Halbmarathon

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Michael Hofer und Petra Pircher gewinnen die Top7-Gesamtwertung 2021

20.11.2021

Am späten Samstagnachmittag wurden sie im Four Points by Shearon in Bozen gekürt, die Gesamtsieger der diesjährigen Top7-Laufserie. Bei den Männern setzte sich Michael Hofer aus Deutschnofen mit großem Vorsprung durch, während bei den Frauen lediglich sieben Zähler den Ausschlag zu Gunsten Petra Pirchers (Laas) gaben. Den größten Applaus verdienten sich aber die Veranstalter, die die beliebte Laufserie trotz aller mit der Pandemie verbundenen Schwierigkeiten problemlos abwickelten. 

 

 

Von den sieben Laufveranstaltungen musste nur ein Event abgesagt werden. Das war der Under Armour Kalterer See Halbmarathon, für den im März eigentlich alles angerichtet war, bevor die Landesregierung aufgrund rapide ansteigender Infektionszahlen in Südtirol intervenierte. Ansonsten konnten die Veranstalter landauf landab ihr Programm durchziehen – sehr zur Freude der Hunderten Teilnehmer. „Wir sind natürlich sehr froh, dass wir unsere verschiedenen Events trotz der vielen Schwierigkeiten durchgebracht haben. Die Teilnehmerzahlen fielen heuer nicht ganz so hoch aus, was man sicherlich auf die Pandemie und ihre Nachwirkungen zurückführen kann. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich der Laufsport davon wieder schnell erholen wird und wir in Zukunft wieder an die Zeit vor Corona anknüpfen können“, sagten die Veranstalter der Top7-Laufserie am Samstag in Bozen.  

 

Der erfolgreichste Teilnehmer an der Top7-Laufserie war in der Saison 2021 Michael Hofer aus Deutschnofen. Der 26-Jährige sammelte bei den sechs Rennen 2114 Punkte und verwies damit Martin Plankensteiner (Ahornach/1808) und Helmuth Mair (Brixen/1751) auf die Plätze. Hofer konnte in den vergangenen elf Monaten auch zwei Rennen für sich entscheiden. Er hatte zunächst im Mai beim Half Marathon Meran-Algund die Nase vorn, ehe er im September den Soltn-Berghalbmarathon gewann. Außerdem stehen Michael Hofer zwei zweite Plätze zu Buche, die er beim BOclassic Ladurner Volkslauf, sowie beim abschließenden Agefactor-Run in Branzoll einheimste. Plankensteiners bestes Einzelergebnis war Rang drei beim BOclassic Ladurner Volkslauf, während Mair beim Soltn-Berghalbmarathon der fünfte Platz zu Buche stand.  

 

 

Pircher hält Schenks Angriffen im Saison-Finish Stand

 

Bei den Frauen lieferten sich Petra Pircher aus Laas und die in Gröden lebende Innsbruckerin Sarah Schenk ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Pircher mit dem äußerst knappen Vorsprung von sieben Zählern das bessere Ende für sich und gewann die Top7-Gesamtwertung 2021 mit insgesamt 1905 Punkten. Pirchers bestes Einzelergebnis war der zweite Platz beim Südtiroler Erdäpfllauf. Sarah Schenk kam mit Fortdauer der Saison immer besser in Fahrt und erzielte sowohl beim Soltn-Berghalbmarathon, als auch beim Agefactor-Run in Branzoll die zweitschnellste Zeit. Rang drei in der Gesamtwertung nimmt die Sarnerin Karolina Rosa Thaler ein, die in den vergangenen elf Monaten 1722 Zähler sammelte.  

 

Im Rahmen der kleinen Abschlussfeier im Four Points by Sheraton in Bozen wurde auch ein Ausblick auf die Zukunft gewagt. So sollen 2022 wieder alle sieben Lauf-Events ausgetragen werden. Los geht's voraussichtlich am Freitag, 31. Dezember 2021 mit dem BOclassic Ladurner Volkslauf. Danach stehen der Under Armour Kalterer See Halbmarathon (Sonntag, 27. März), der Half Marathon Meran-Algund (Sonntag, 1. Mai), der Reschenseelauf (Samstag, 16. Juli), der Südtiroler Erdäpfllauf (Samstag, 27. August), der Soltn-Berghalbmarathon (Sonntag, 25. September) und der AgeFactor-Run (Samstag, 22. Oktober) auf dem Programm. 

 

 

Top7-Gesamtwertung 2021

Männer

1. Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 2114 Punkte/6 Rennen

2. Martin Plankensteiner 1808/6

3. Helmuth Mair (SG Eisacktal Raiffeisen ASV) 1751/6

4. Diego Goss (USD Cermis) 1569/6

5. Andreas Pircher (ASD Südtirol Team Club) 1479/6

6. Christian Frezzato (Atletica Valle di Cembra) 1465/6

7. Erich Meraner (ASD SSV Brixen) 1375/6

8. David Houska (ASC Algund Raiffeisen) 1272/5

9. Hubert Pilser (ASV Rennerclub Vinschgau) 1262/6

10. Luis Schenk (Atletica Gherdeina Raiffeisen) 1250/5

 

Frauen: 

1. Petra Pircher (ASC Laas Raiffeisen) 1905/6

2. Sarah Schenk 1898/6

3. Karolina Rosa Thaler (ASC LF Sarntal Raiffeisen) 1722/6

4. Verena Lamprecht (Ritten Sport Run Team) 1676/6

5. Sonja Hofer (Laufclub Pustertal) 1666/6

6. Anna Maria Kerschbaumer (ASV Rennerclub Vinschgau) 1618/6

7. Ilse Schütz (ASV Rennerclub Vinschgau) 1616/6

8. Rosa Pattis (ASD Südtirol Team Club) 1468/6

9. Angelica Huber (Sportclub Meran) 1078/4

10. Barbara Vasselai (ASC LF Sarntal Raiffeisen) 861/4

 

Moser und Accalai sind die Sieger des Agefactor-Runs in Branzoll

23.10.2021

Die Top7-Laufserie ist am Samstagnachmittag mit dem Agefactor-Run in Branzoll zu Ende gegangen. Dabei triumphierten mit Luciano Moser (Atletica Clarina) und Paola Accalai (SS Stivo ASD) zwei Masters-Athleten aus dem Trentino. Die schnellsten Zeiten gingen beim 10-km-Lauf im Südtiroler Süden hingegen auf das Konto von Hannes Perkmann (ASC LF Sarntal Raiffeisen) und von Loretta Bettin (Atletica Paratico).  

 

 

Bei diesem einzigartigen Lauf-Event, das von der US Bronzolo organisiert wird, werden die Nettozeiten der Teilnehmer mit einem dem Alter entsprechenden Faktor – dem sogenannten Agefactor – multipliziert. Das hat zur Folge, dass nicht unbedingt jene Läuferin oder jener Läufer das Rennen gewinnt, die als Erste oder der als Erster über die Ziellinie läuft. So war es auch am Samstagnachmittag, als sich das Rennen um den Tagessieg bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen ab dem Startschuss um 15 Uhr zu einem regelrechten Krimi entwickelte. 

 

Luciano Moser bewältigte bei den Männern die 10 Kilometer lange Distanz in beachtlichen 37.45 Minuten. Mit seinem Altersfaktor multipliziert ergab sich für den Italienmeister im 10-km-Straßenlauf der Kategorie SM65 eine bereinigte Zeit von 28.30 Minuten, womit er Helmuth Mair (SG Eisacktal) und Johann Mair (Südtiroler Laufverein) auf die Ehrenplätze verwies. Den beiden Laufsportlern stand jeweils eine Agefactor-Zeit von 29.18 Minuten zu Buche. Der 51-jährige Helmuth Mair war die Distanz effektiv in 33.13 Minuten gelaufen, sein 15 Jahre älterer Konkurrent Johann Mair in 38.03 Minuten. „Ich bin sehr froh über den Sieg. Mir war es wichtig, hier teilzunehmen, weil das ein Rennen ist, welches uns Masters-Athleten gewidmet ist“, sagte Moser nach seinem Erfolg. 

 

 

Publikumsliebling Baggia auf Rang vier

 

Platz vier belegte die lebende Legende Bruno Baggia. Der 87-Jährige (!) aus Cles, mehrfacher Welt- und Europameister bei den Masters, hatte die letzten drei Ausgaben des Agefactor-Runs gewonnen. Am Samstag kam er nach immer noch herausragenden 58.56 Minuten im Ziel an und somit auf eine seinem Alter entsprechende Zeit von 29.35 Minuten. Zum Sieg reichte es für den Routinier, der in Branzoll der absolute Publikumsliebling ist, dieses Mal aber nicht mehr. 

 

Bei den Frauen durfte sich in Branzoll Paola Accalai über den Sieg freuen. Aus 42.29 Minuten wurden aufgrund ihres Alters 34.55 Minuten. Damit war sie 9 Sekunden schneller als Paola Gagliardi (Lisphera), die die flache Distanz beim Herbst-Klassiker in 42.17 Minuten bewältigte und der schließlich eine Agefactor-Zeit von 35.04 Minuten zu Buche stand. „Es ist besser gelaufen, als ich es mir erwartet hatte. Natürlich bin ich überglücklich über den Sieg“, gab Accalai zu Protokoll, die vor zwei Jahren Rang drei belegt hatte. Heuer wurde Petra Pircher vom ASC Laas Raiffeisen Dritte, die eine Sekunde unter der 40-Minuten-Marke blieb und umgerechnet auf 35.33 Minuten kam. 

 

 

Perkmann mit einem bärenstarken Auftritt

 

Die schnellsten effektiv gelaufenen Zeiten gingen auf das Konto von Hannes Perkmann und Loretta Bettin. Der 28-jährige Sarner Perkmann überquerte nach 30.10 Minuten die Ziellinie und wurde im Agefactor-Ranking an sechster Stelle geführt. „Wir sind lange in einer Dreiergruppe unterwegs gewesen. Ich habe dann das Tempo verschärft und konnte den höheren Rhythmus bis ins Ziel gehen. Die Strecke ist sehr schön“, sagte Perkmann. Hinter dem Tagesschnellsten belegten Michael Hofer (ASV Deutschnofen/30.58) und Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia/31.00) die Ehrenplätze.  Die Trentinerin Bettin, 41 Jahre alt, wusste bei den Frauen mit einer Nettozeit von 37.31 Minuten zu überzeugen. Die in Gröden lebende Innsbruckerin Sarah Schenk sorgte für die zweitbeste Leistung (39.53), Petra Pircher war auch in der Nettowertung die Drittschnellste (39.59).  

 

Insgesamt waren fast 200 Athletinnen und Athleten beim Hauptlauf, bzw. dem nicht wettkampfmäßigen Lauf über 5 Kilometer, dem sogenannten Memorial Andrea Isoppo, am Start. Das Organisationskomitee um Rennleiter Mario Guarda zog zufrieden Bilanz: „Es war ein wirklich schöner Tag im Gedenken an unseren Freund Andrea Isoppo. Die Teilnehmer haben sich vorbildlich an alle Sicherheitsmaßnahmen gehalten und so gab es keine Probleme bei der Abwicklung. Unser Dank geht an die vielen Freiwilligen, die Ordnungskräfte, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, alle weiteren Institutionen und natürlich unsere Sponsoren, allen voran Raiffeisen und Marlene. Ohne sie hätten wir den Agefactor-Run, den es seit 2017 gibt, nicht durchführen können. Wir werden unser tolles Event natürlich auch im kommenden Jahr wieder abhalten.“ 

 

 

Ergebnisse Agefactor Run 2021

 

Männer:

1. Luciano Moser (Atletica Clarina) 28.30

2. Helmuth Mair (Sg. Eisacktal) 29.18

3. Johann Mair (Südtiroler Laufverein 1955) 29.18

4. Bruno Baggia Atletica Valle di Non e Sole)29.35

5. Konrad Schwalt (ASV Rennerclub Vinschgau) 29.57

6. Hannes Perkmann (Asc LF Sarntal) 30.10

7. Reinmund Hobmaier (PTSV Rosenheim) 30.12

8. Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia) 30.56

9. Robert Knoll ((ASC LF Sarntal Raiffeisen) 30.57

10. Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 30.58

 

Die drei schnellsten Zeiten:

1. Hannes Perkmann (Asc LF Sarntal) 30.10

2. Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 30.58

3. Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia) 31.00

 

 

Frauen: 

1. Paola Accalai (S.S. Stivo A.S.D.) 34.55

2. Paola Gagliardi (Lisphera) 35.04

3. Petra Pircher (ASC Laas Raiffeisen) 35.33.

4. Loretta Bettini (Atletica Paratico) 35.52

5. Angelica Huber (SC Meran) 36.23

6. Maria Cristina Dal Santo (Atletica Malo) 36.52

7. Ivonne Scrinzi (LC Kaltern) 37.05

8. Rosa Pattis (A.S.D. Südtirol Team Club) 37.22.

9. Johanna Unteregelsbacher (Laufclub Pustertal) 37.23

10. Karolina Rosa Thaler (ASC LF Sarntal Raiffeisen) 37.36

 

Die drei schnellsten Zeiten:

1. Loretta Bettini (Atletica Paratico) 37.31

2. Sarah Schenk 39.53

3. Petra Pircher (ASC Laas Raiffeisen) 39.59

Großes Top7-Finale beim Agefactor-Run in Branzoll

14.10.2021

Die beliebte Südtiroler Laufserie geht am Samstag, 23. Oktober mit einem ganz besonderen Event zu Ende. In Branzoll wird der Agefactor-Run ausgetragen, bei dem die Nettozeiten der Teilnehmer mit einem dem Alter entsprechenden Faktor – dem sogenannten Agefactor – multipliziert werden. Wer als Erste oder Erster über die Ziellinie läuft, muss also nicht zwingend Siegerin oder Sieger dieses einzigartigen Formats sein. 

 

 

Der Agefactor-Run hat aufgrund seines Formats ein Alleinstellungsmerkmal in Südtirol. Es gibt in der nördlichsten Provinz Italiens nämlich keine vergleichbare Lauf-Veranstaltung, bei der das Alter der Teilnehmer mit ins Klassement einfließt. Das macht den Agefactor-Run zu einer extrem spannenden Angelegenheit. Jahr für Jahr melden sich Hunderte Laufsportlerinnen und -sportler dafür an. Und fiebern nach Bewältigung der 10 Kilometer langen Strecke im Zielraum mit, sobald die Konkurrenten über die Ziellinie laufen und die Nettozeit umgehend in die dem Altersfaktor entsprechende Zeit umgewandelt wird. 

 

Mit Bruno Baggia hat es beim Agefactor-Run bei den Männern bisher nur einen einzigen Sieger gegeben. Der mittlerweile 87-Jährige aus Cles hat in Branzoll von 2017 bis 2019 drei Mal in Serie gewonnen und will nach einem Jahr pandemiebedingter Pause am Samstag, 23. Oktober den vierten Sieg en suite einfahren. Baggia, mehrfacher Masters-Weltmeister, bewältigte die 10 Kilometer vor zwei Jahren in sagenhaften 50.53 Minuten – eine Zeit, von der viele deutlich jüngere Athleten träumen. Mit seinem Altersfaktor multipliziert stand Baggia schließlich eine Zeit von 27.29 Minuten zu Buche. Die schnellste gelaufene Zeit ging im Oktober 2019 hingegen auf das Konto von Hermann Achmüller, der nach 32.30 Minuten im Ziel ankam. Bei den Frauen gewann die Meranerin Angelica Huber den Agefactor-Run, während Natalie Andersag in 37.59 Minuten die 10 Kilometer am schnellsten bewältigte. 

 

 

Es ist schon fast alles angerichtet in Branzoll

 

Die Vorbereitungen für die vierte Ausgabe des Agefactor-Runs laufen auf Hochtouren. „Wir befinden uns, was die Planung unseres Events angeht, mit allen Aufgaben im Soll. Die nächsten Tage werden für das OK-Team ein wenig intensiver, aber das ist vollkommen normal. Großes Augenmerk haben wir bei den Vorbereitungen auf die Corona-Maßnahmen gelegt, die es auch bei uns einzuhalten gilt. Dazu gehört das Vorweisen des Green Pass und das Tragen einer Maske im Start- und Zielgelände, bzw. immer dann, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können“, sagt Massimo Zago vom ausrichtenden SV Branzoll. 

 

Der Startschuss zum Agefactor-Run 2021 fällt am Samstag, 23. Oktober um 15 Uhr in der „Pinara“ in Branzoll. Am Festplatz der Gemeinde im Südtiroler Süden laufen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach 10 sehr flachen Kilometern auch ins Ziel ein. Es gibt auch für alle Interessierten, die nicht in Besitz eines sportärztlichen Zeugnisses sind, die Möglichkeit am Event teilzunehmen. „Wir bieten auch in diesem Jahr einen nicht wettkampfmäßigen Lauf über 5 Kilometer an, der in Erinnerung an unser allzu früh verstorbenes Vereinsmitglied, den legendären Andrea Isoppo, erinnern soll. Auch hierfür fällt der Startschuss um 15 Uhr“, so Zago weiter. 

 

 

Spannende Duelle um die Top7-Gesamtwertung

 

Der Agefactor-Run ist auch insofern von großer Bedeutung, weil beim letzten Top7-Event des Jahres die Würfel im Kampf um den Gesamtsieg fallen. Bei den Frauen geht es besonders brisant zu, denn hier liegt die Führende Petra Pircher aus Laas mit 1575 Punkten nur 37 Zähler vor der in Gröden lebenden Innsbruckerin Sarah Schenk. Im Männer-Ranking hat aktuell Michael Hofer aus Deutschnofen mit 1754 Punkten die Nase vorn. Martin Plankensteiner aus Ahornach liegt mit 1518 Zählern auf Rang zwei. 

 

Anmeldungen für den Agefactor-Run werden auf der Webseite des Veranstalters unter https://www.agefactor-run.it/DE/iscrizione.php entgegengenommen. 

 

 

Top7-Laufserie 2021, die Termine im Überblick

Samstag, 23. Oktober: AgeFactor-Run (Branzoll)

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