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Die Top7-Serie geht mit dem großen Herbst-Klassiker weiter

14.09.2022

Ein Tag im Zeichen des Laufsports erwartet alle Fans am Sonntag, den 25. September. Dann findet nämlich der 21. Soltn-Berghalbmarathon statt, bei dem es in Jenesien über die Wiesen und durch die Wälder der Hochebene geht. Zudem wird allen Athletinnen und Athleten von den Veranstaltern ASVJenesien Soltnflitzer der 10 Kilometer lange SoltnRun angeboten, der auch von passionierten Hobbyläufer im Just-For-Fun-Modus absolviert werden kann. 



 

Pünktlich um 10 Uhr fällt am Reitzentrum in der Nähe des Sportplatzes von Jenesien der Startschuss zum großen Südtiroler Herbstklassiker. Der Hauptlauf führt die Teilnehmer über die 21,1 Kilometer lange und mit 520 Höhenmeter bestückte Strecke zunächst über geteerten Untergrund, dann über unbefestigten Untergrund durch die Wälder und Wiesen des Soltn, ehe wieder zum Startpunkt zurückgelaufen wird, wo sich auch die Ziellinie befindet. „Unser Plateau bietet eine ideale Umgebung für Aktivitäten im Freien. Aus diesem Grund organisieren wir diesen Halbmarathon nun schon seit 21 Jahren. Er hat sich im Laufe der Zeit zu einem Herbstklassiker entwickelt und zieht viele Sportlerinnen an. Auch in diesem Jahr erwarten wir viele Anmeldungen“, ist OK-Chef Jürgen Wieser zuversichtlich.

 

Viele Emotionen wird es auch beim Rennen selbst geben, das bis zum Schluss spannend bleiben kann. So endete es bei den Frauen im Vorjahr beispielsweise mit einem Solosieg der Meranerin Andrea Schweigkofler, während sich bei den Männern Michael Hofer im Zielsprint gegen Hannes Rungger durchsetzte. Hofer stehen aktuell zwei Siege zu Buche (2021, 2019), während Rungger drei Erfolge (2008, 2011 und 2018) vorweisen kann. Der Sarner ist damit der Rekordsieger beim Soltn-Berghalbmarathon. Bei den Frauen hat die Trentinerin Antonella Confortola mit vier Siegen (2003, 2005, 2006 und 2013) diesen Titel inne, wobei sie 2003 mit 1:22.19 Stunden Laufzeit auch den Streckenrekord erzielte. Bei den Männern konnte die Bestzeit vom Kenianer Elisha Sawe aus dem Jahr 2005, 1:10.55 Stunden, noch nie übertroffen werden. 

 

Die Ergebnisse des Soltn-Berghalbmarathons fließen zugleich auch in die Gesamtwertung der Top7-Laufserie ein. Dort geht es nun in die heiße Phase. Derzeit führen nach fünf von sieben Rennen die Geschwister David Andersag (ASC Berg/1670 Punkte) und Natalie Andersag (ASC Berg/1666 Punkte) das Klassement an. Dicht gefolgt von Michael Hofer (ASV Deutschnofen/1460) und Ludovico Palmieri (1437), sowie von Petra Pircher (ASC Laas Raiffeisen/1429) und Natalie Mitterrutzner (1360).

 

 

10 Kilometer für den SoltnRun und dem Just For Fun

 

Neben dem beliebten Halbmarathon bieten die Veranstalter vom ASV Jenesien Soltnflitzer auch eine 10 Kilometer lange und mit 140 Höhenmeter bestückte Strecke an. „Diese Strecke kann in einem Wettkampf, dem SoltnRun, und einem nicht wettkampforientierten Lauf, dem Just for Fun, zurückgelegt werden. Der Start von beidem wird direkt auf dem Hochplateau des Saltens erfolgen“, sagt Wieser. Der Startpunkt oberhalb des Hotels Edelweiss ist nur zu Fuß durch einen Spaziergang oder einen Aufwärmlauf erreichbar.

 

Auf der kürzeren Distanz geht es um 10.30 Uhr los. Die Teilnehmer laufen über, Waldwege und unbefestigte Pfade und erreichen schließlich das Ziel am Reitzentrum von Jenesien. Vielleicht gelingt es heuer, die starken Ergebnisse des vergangenen Jahres zu wiederholen. Bei der letzten Ausgabe waren die Sieger dank optimaler Wetterbedingungen sehr schnell und stellten neue Streckenrekorde auf. Bei den Männern gewannen Luis Schenk und Georg Premstaller (34:11 Minuten), bei den Frauen war Lisa Thaler (41:01 Minuten) nicht zu schlagen.

 

Fünf Minuten nach dem Start der SoltnRun-Läufer beginnt um 10.35 Uhr das Just For Fun Rennen. „Da es sich um keinen Wettkampf handelt, ist weder ein sportärztliches Zeugnis noch ein Mindestalter erforderlich. Es ist eine Gelegenheit, die Landschaft des Soltn zu genießen und sich dabei gesund zu bewegen und es gibt keine Zeitmessung, keine Ranglisten und keine Auszeichnungen", erklärt der Leiter des Organisationskomitees.

 

 

Anmeldungen online und am Renntag

 

Die Anmeldung für alle drei Rennen ist auf der Website des Veranstalters, www.soltnflitzer.it, bis Donnerstag, 22. September möglich. Für beide Wettkämpfe, d.h. den Soltn-Berghalbmarathon (21,1 km, 520 Höhenmeter) und den SoltnRun (10 km, 140 Höhenmeter), beträgt die Anmeldegebühr 30 Euro. Die Anmeldegebühr für das Just-for-Fun-Rennen (kein Wettkampf) beträgt 20 Euro. Am Tag der Veranstaltung ist es zwischen 8 und 9 Uhr möglich, sich vor Ort zu registrieren. Die Einschreibung kostet dann 35, bzw. 25 Euro. 

 

Im Preis inbegriffen sind Erfrischungen entlang der Strecke, sowie ein reichhaltiges Startpaket. Außerdem wird für die Teilnehmer des SoltnRun und des Just For Fun ein kostenloser Rucksacktransport vom Start zum Ziel angeboten. Ab 10.30 Uhr findet auf dem Gelände des Reitsportzentrums ein Fest statt. Um 14.30 Uhr werden die besten Athleten der beiden Wettkämpfe ausgezeichnet. Zum Abschluss der Veranstaltung gibt es eine große Tombola mit zahlreichen Preisen.

 

 

Ehrentafel Soltn-Berghalbmarathon

2021: Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 1:17.32 / Andrea Schweigkofler (SC Meran) 1:37.46

2020: Wegen der Covid-Pandemie vorzeitig abgesagt

2019: Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 1:17.58 / Natalie Andersag (ASC Berg) 1:32.49

2018: Hannes Rungger (Sportler Team) 1:19.08 / Kathrin Hanspeter (ASC Lauffreunde Sarntal) 1:32.03

2017: Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia) 1:18.13 / Petra Pircher (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:31.36

2016: Said Boudalia (GS La Piave 2000) 1:16.31 / Petra Pircher (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:32.53

2015: Said Boudalia (Atl. Biotekna Marcon) 1:14.57 / Agnes Tschurtschenthaler (ASV Sterzing) 1:22.31

2014: Gerd Frick (Telmekom Team Südtirol) 1:16.08 / Kathrin Hanspeter (ASC Lauffreunde Sarntal) 1:27.35

2013: Gabriele Abate (GS Orechiella Garfagna) 1:15.30 / Antonella Confortola (GS Forestale) 1:27.35

2012: Gabriele Abate (GS Orechiella Garfagna) 1:13.59 / Renate Rungger (GS Forestale) 1:29.49

2011: Hannes Rungger (Sportler Team) 1:15.04 / Edeltraud Thaler (Telmekom Team Südtirol) 1:34.09

2010: Gerd Frick (Telmekom Team Südtirol) 1:16.27 / Francesca Iachemet (Atl. Trento) 1:32.34

2009: Emanuele Manzi (Forestale Roma) 1:14.36 / Francesca Iachemet (Atl. Trento) 1:32.10

2008: Hannes Rungger (Atl. Brugnera Friuli) 1:14.42 / Renate Rungger (C. Forestale Roma) 1:24.00

2007: Jonathan Wyatt (NZL) 1:12.52 / Pierangela Baronchelli (Jaky Tech Alpuana) 1:27.51

2006: Jonathan Wyatt (NZL) 1:12.30 / Antonella Confortola (C. Forestale Roma) 1:27.10

2005: Elisha Sawe (LCC Wien) 1:10.55/ Antonella Confortola (C. Forestale Roma) 1:27.41

2004: Antonio Molinari (Atl. Trento) 1:13.56 / Irene Senfter (Full Sport Naturafit) 1:34.33

2003: Marco Gaiardo (Atl. Trento) 1:11.44 / Antonella Confortola (C. Forestale Roma) 1:22.19

2002: Antonio Molinari (Atl. Trento) 1:12.04 / Sylvia Alber (SC Laas) 1:37.22

2001: Lucio Fregona (C. Forestale Roma) 1:13.36 / Waltraud Untersteiner (Südtiroler Laufverein) 1:45.11

2000*: Georg Brunner (SV Niederdorf) 53.02 / Renate Rungger (Südtirol Team Raiffeisen) 1:02.12

1999*: Giordano Zanotti (US Quercia) 52.32 / Elisabeth Singer (Union Raika Linz) 1:05.19

1998*: Rudolf Reitberger (PSV Linz) 51.14 / Maria Grazia Roberti (C. Forestale Roma) 59.10

1997*: Gerd Frick (LGS Raiffeisen) 53.28 / Margareth Weissensteiner (LGS Raiffeisen) 1:06.35

1996*: Ulrich Gross (SV Mölten Raiffeisen) 53.36 / Daniela Rosini (AS Merano) 1:13.45

* von 1996 bis 2000 Internationaler Berglauf auf einer Strecke von 13,7 Kilometern  

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

Tschurtschenthaler zum Sechsten und die große Hofer-Show

27.08.2022

Beim Südtiroler Erdäpfllauf #potatorun im Pusterer Ahrntal gab es am Samstag zwei große Sieger. Der 17,6 Kilometer langen Strecke drückte bei den Damen einmal mehr die Sexterin Agnes Tschurtschenthaler ihren Stempel auf. Bei den Herren setzte sich Michael Hofer aus Deutschnofen mit einer überlegenen Laufleistung vor seinen Konkurrenten durch.

 

Im Startareal am Brunecker Rathausplatz ließen sich die knapp 550 Teilnehmer der 23. Ausgabe des Südtiroler Erdäpfllaufs – die fünfte Etappe der Südtiroler Top-7-Laufserie – nicht einmal vom schlechten Wetter die Laune verderben. Dafür wurden sie vom Wettergott belohnt, denn eine halbe Stunde vor dem geplanten Startschuss um 17 Uhr zog das Tief davon und als sich die Läuferinnen und Läufer in Bewegung setzten, blickte sogar die Sonne zwischen der dichten Wolkendecke durch.

 

Unbeeindruckt von den wechselhaften Bedingungen gelang es den beiden späteren Siegern Agnes Tschurtschenthaler und Michael Hofer auf der mit lediglich 60 Höhenmetern sehr flachen Strecke schon früh, Reißaus zu nehmen. Bemerkenswert war vor allem die Leistung von Hofer. Der 27-Jährige führte auf der halben Strecke schon mehr als einen halben Kilometer vor seinem ärgsten Widersacher und direkten Konkurrenten um den Gewinn der Top-7-Gesamtwertung, David Andersag. Nach 57:32 Minuten überquerte Hofer schließlich die Ziellinie am Festplatz in Sand in Taufers und musste dann rund zweieinhalb Minuten warten, ehe Andersag die Schlussgerade in Angriff nahm und das Ziel nach 1.00:06 Stunden durchlief. Auf dem dritten Platz reihte sich Lokalmatador Martin Plankensteiner vom Laufclub Pustertal ein.

 

„Ich bin von Anfang an meinen Rhythmus gelaufen und habe bald gemerkt, dass mir keiner nachkommt. Das hat mich noch mehr angetrieben, diesen Rhythmus aufrecht zu erhalten“, analysierte Hofer seine Leistung nach dem Rennen. „In der Top-7-Wertung bin ich nun Kopf-an-Kopf mit David Andersag. In den letzten beiden Rennen wird es garantiert ein spannender Zweikampf werden“, ist sich der Eggentaler sicher.

 

 

Erfolgreiche Mission Titelverteidigung für die Fast-Rekordsiegerin

 

Für die Siegerin der Damen, Agnes Tschurtschenthaler, war es der zweite Sieg in Folge beim Südtiroler Erdäpfllauf, nachdem sie im vergangenen Jahr auch die 22. Ausgabe für sich entschieden hatte. Die Athletin des ASV Niederdorf war ihren Konkurrentinnen zwar ebenfalls früh entwischt, hatte aber schon vor dem Start bekannt gegeben, dass sie in letzter Zeit nur an wenigen Rennen teilgenommen hat. „Hier komme ich trotzdem immer wieder gerne her“, stellte die 40-Jährige aber klar. Das merkt man auch an ihrer Ausbeute beim Südtiroler Erdäpfllauf. Sechs Siege bei sechs Teilnahmen sind eine herausragende Marke, außerdem fehlt „nur“ noch ein Triumph, um mit der Rekordsiegerin Renate Rungger gleichzuziehen.

 

„Ich gehe von Jahr zu Jahr, mal schauen“, schmunzelte Tschurtschenthaler auf die Frage, ob sie den Titel der Rekordgewinnerin im Auge hat. „Heute ist es mir aber nicht so leichtgefallen. Meine Beine haben sich zum Schluss wie Gummi angefühlt, ich war ziemlich fertig. Es war auch hart, durch die Sonne ist es auf der nassen Strecke schwül geworden. Trotzdem freut es mich natürlich, dass ich mich hier wieder durchsetzen konnte“, sagte die Sextnerin, die siebeneinhalb Minuten vor der Zweitplatzierten Doris Weisssteiner von der SG Eisacktal das Ziel durchlief.

 

Ein Doppelpodest ist der Familie Andersag gelungen, denn Natalie Andersag, die Schwester von David Andersag, reihte sich bei den Damen auf dem dritten Platz ein. Die beiden Geschwister vom ASC Berg führen aktuell die Gesamtwertung der Top-7-Laufserie an. „Vielleicht wird es ein Geschwister-Gesamtsieg, das wäre schon etwas Besonderes“, sagte Natalie Andersag nach dem Rennen. „An den letzten beiden Etappen nehmen wir natürlich beide teil, die Gesamtwertung haben wir schon im Blick.“ Diese beiden Etappen wären der Soltn Berghalbmarathon am Sonntag, 25. September und der Agefactor-Run in Branzoll am Samstag, 22. Oktober.

 

 

Die Veranstalter ziehen ein positives Fazit

 

Überaus zufrieden zeigten sich die Veranstalter vom Laufclub Pustertal. „Rund 550 Teilnehmer haben sich eingeschrieben, das kann sich schon sehen lassen“, sagte OK-Chef Rudi Stolzlechner, der den 23. Südtiroler Erdäpfllauf ebenfalls in Angriff genommen hatte. Vor allem über das Wetter freute er sich: „Am Anfang hat es schlecht ausgeschaut, aber die Regenwolken sind kurz vor dem Start weggezogen und haben die Läufer verschont. Da hatten wir großes Glück. Auch organisatorisch hat alles gepasst. Wir freuen uns schon auf die 24. Ausgabe!“

 

 

23. Südtiroler Erdäpfllauf, Ergebnisse Damen:

1. Agnes Tschurtschenthaler (ASV Niederdorf) 1:06.50 Stunden

2. Doris Weissteiner (SG Eisacktal) 1:14.21

3. Natalie Andersag (ASC Berg) 1:15.46

4. Jana Steger (SG Eisacktal) 1:16.40

5. Gerlinde Baldauf (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:17.49

6. Tanja Scrinzi (SG Eisacktal) 1:20.08

7. Vivien Senn (SG Eisacktal) 1:20.28

8. Silvia Eisenstecken (SG Eisacktal) 1:21.33

9. Magdalena Ausserhofer (Weissenbacher Amateursportvereine) 1:21.38

10. Petra Pircher (ASC Laas) 1:22.26

 

23. Südtiroler Erdäpfllauf, Ergebnisse Herren:

1. Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 57:32 Minuten

2. David Andersag (ASC Berg) 1:00.06 Stunden

3. Martin Plankensteiner (Laufclub Pustertal) 1:01.48

4. Joachim Mair 1:02.05

5. Luca Clara (ASV Gherdeina) 1:03.12

6. Ludovico Palmieri 1:03.20

7. Christian Neumair (SSV Bruneck) 1:03.53

8. Helmuth Mair (SG Eisacktal) 1:03.56

9. Fabian Neumair (SSV Bruneck) 1:04.37

10. Markus Rehmann 1:04.47

Die Pusterer Talsohle steht wieder im Zeichen des Südtiroler Erdäpfllaufs

18.08.2022

Die Top7-Laufserie übersiedelt für die fünfte Etappe ins Pustertal. Am Samstag, 27. August, steht in Bruneck die 23. Ausgabe des Südtiroler Erdäpfllaufs an. Dessen flache und somit extrem schnelle Strecke führt über 17,6 Kilometer quer durch die Talsohle umringt von der imposanten Bergwelt des Tauferer Ahrntals zum Ziel unterhalb der geschichtsträchtigen Burg Taufers nach Sand in Taufers und zieht schon jetzt wieder Hunderte Teilnehmer in seinen Bann. 

 

Eigentlich war die Ausgabe des Jahres 2021 so etwas wie eine Premiere, denn Südtiroler Erdäpfllauf #potatorun ist erst seit einem Jahr der Name der beliebten Laufveranstaltung im Herzen des Pustertals. Bis zu diesem Zeitpunkt hieß das beliebte Event fast zwei Jahrzehnte Raiffeisen ¾ Halbmarathon, das Streckenprofil war aber das gleiche. Lediglich 60 Höhenmeter sind auf den 17,6 Kilometern von Bruneck nach Sand in Taufers zu bewältigen, was den Langstreckenläufern natürlich zu Gute kommt und sie Topzeiten erzielen lässt. Die Bestzeit von 55.47 Minuten geht auf die Kappe von Marco Najibe Salami und stammt aus dem Jahr 2018, jene der Damen hat die Vorjahressiegerin Agnes Tschurtschenthaler im Jahr 2015 aufgestellt, als die Stoppuhr bei 1:02.15 Stunden stehenblieb. Die Sextnerin hält bei bereits fünf Erfolgen in Bruneck und ist damit nur noch zwei Triumphe von Rekordsiegerin Renate Rungger entfernt. 

 

Wenn am Rathausplatz in Bruneck um 17 Uhr der Startschuss fällt, geht es für die Athletinnen und Athleten zunächst über den Kapuzinerplatz zum Kolpinghaus, dann weiter in die Dietenheimerstraße bis nach Aufhofen, von wo die Teilnehmer den Radweg an der Ahr entlanglaufen und in der Folge die Ortschaften Gais, Uttenheim, Kematen und Bad Winkel passieren. Nachdem die Ahr beim Schwimmbad Cascade überquert wurde, ist es auch bis zum Zieleinlauf am Festplatz von Sand in Taufers nicht mehr weit.

 

 

Mission Titelverteidigung für Ploner und Tschurtschenthaler

 

500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bereits für den 23. Südtiroler Erdäpfllauf angemeldet, erfahrungsgemäß weiß OK-Chef Rudi Stolzlechner aber: „In den letzten Tagen kommen immer noch welche hinzu und man kann sich außerdem auch noch am Start anmelden.“ So haben sich sowohl Markus Ploner als auch Agnes Tschurtschenthaler für den 23. Südtiroler Erdäpfllauf eingeschrieben. Das Duo hat der Vorjahresausgabe ihren Stempel aufgedrückt und nimmt am Samstag, 27. August die Mission Titelverteidigung in Angriff. „Aller guten Dinge sind drei“ wird sich dabei wohl Ploner denken, denn der Sterzinger könnte mit einem neuerlichen Erfolg einen lupenreinen Hattrick perfekt machen. 

 

Dieses Vorhaben wollen ihm aber mehrere Konkurrenten streitig machen. So etwa Michael Hofer, der im Vorjahr die Top7-Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. Bei den Damen will sich Petra Pircher heuer nicht mehr mit dem zweiten Platz beim Südtiroler Erdäpfllauf begnügen, nachdem sie sich vor einem Jahr nur Tschurtschenthaler geschlagen geben musste. Und auch Natalie Andersag ist eine Anwärterin auf den Sieg: Sie hat bei den bisherigen vier Top7-Etappen dieser Saison 2022 schon drei Podestplätze vorzuweisen. Beim Boclassic Ladurner Volkslauf in Bozen und beim Halfmarathon Meran-Algund wurde sie Zweite, beim Under Armour Kalterer See Halbmarathon Dritte – fehlt eigentlich nur noch der Sprung auf das höchste Treppchen des Podests.

 

 

Neue just4fun-Staffel, alte Muster im Startpaket

 

Neben dem wettkampfmäßigen Bewerb kann der Südtiroler Erdäpfllauf auch als Hobbylauf in Angriff genommen werden, wo man weder bei einem Verein angemeldet sein muss, noch ein sportärztliches Zeugnis vorzuweisen hat. Beim just4fun-Modus gibt es auch eine große Neuerung: Die Strecke kann heuer erstmals auch als Zweierstaffel gelaufen werden, bei welcher beide Staffelläufer jeweils 8,8 Kilometer hinter sich bringen. 

 

An Gewohntem hält man allerdings in Sachen Startpaket fest. Alle Teilnehmer erhalten traditionsgemäß einen Sack originale „Pusterer Erdäpfl“, ein hochwertiges Funktions-T-Shirt, eine Finisher-Medaille, einen Gutschein für einen Saunabesuch im Cron4 Reischach zum halben Preis, ein Fitnessbrot der Bäckerei Eppacher aus Sand in Taufers und weitere Gratis-Dienste rund um die Veranstaltung. Außerdem nehmen alle Teilnehmer an der Tombola teil, bei welcher unter anderem ein Gutschein für ein Wellnesswochenende für zwei Personen im 4-Sterne-Hotel Mühlenerhof verlost wird. Nach dem Südtiroler Erdäpfllauf findet auf dem Festplatz in Sand in Taufers neben der Siegerehrung auch ein Fest mit großer After-Race-Party statt.

 

 

Ehrentafel Südtiroler Erdäpfllauf

2021: Markus Ploner (ASV Sterzing Volksbank) 58.13/ Agnes Tschurtschenthaler (ASV Niederdorf) 1:06.07 

2020: aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen

2019: Markus Ploner (ASV Sterzing Volksbank) 57.53 / Maria Chiara Cascavilla (AS La Fratellanza 1874) 1:03.28

2018: Marco Najibe Salami (C.S. Esercito) 55.47 / Elena Casaro (ATL. Di Lumezzane C.S.P.) 1:10.39

2017: Khalid Jbari (Atletic Club 96) 59.43 / Agnes Tschurtschenthaler (ASV Niederdorf) 1:04.36

2016: Peter Lanziner (US Quercia Trentingrana) 56.32 / Petra Pircher (ASV Rennerclub Vinschgau) 1:10.20

2015: Peter Lanziner (US Quercia Rovereto) 57.13 / Agnes Tschurtschenthaler (ASV Sterzing) 1:02.15

2014: Peter Lanziner (US Quercia Rovereto) 57.38 / Katrin Hanspeter (LF Sarntal) 1:03.21

2013: Georg Brunner (LC Pustertal) 58.05 / Kathrin Hanspeter (LC Lauffreunde Sarntal) 1:08.27 

2012: Hannes Rungger (Sportler Team) 58.37 / Agnes Tschurtschenthaler (Forestale) 1:03.30 

2011: Hannes Rungger (Sportler Team) 58.36 / Agnes Tschurtschenthaler (Forestale) 1:03.17 

2010: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 56.32 / Laura Ricci (Corradini Rubiera) 1:08.19 

2009: Said Boudalia (Atl. Brugnera) 55.48 / Carla Verones (US Fraveggio) 1:05.48 

2008: Georg Brunner (Südtiroler Laufverein) 58.40 / Renate Rungger (Forstwache) 1:08.27 

*2007: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 57.10 / Renate Rungger (Jaky-Tech Apuana) 1:06.53 

2006: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.05 / Renate Rungger (SV Sterzing) 1:00.24 

2005: Reinhard Harrasser (SSV Bruneck) 53.03 / Renate Rungger (SV Sterzing) 59.27 

2004: Reinhard Harrasser (SSV Bruneck) 53.45 / Renate Rungger (GS Valsugana) 1:02.01 

2003: Reinhard Harasser (SSV Bruneck) 53.01 / Francesca Smiderle (Atletica Schio) 1:07.55 

2002: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.34 / Renate Rungger (Südtiroler Laufverein) 1:04.43 

2001: Hermann Achmüller (Südtiroler Laufverein) 54.13 / Edith Niederfriniger (Läufer Club Bozen) 1:05.34 

2000: Christian Leuprecht (Südtirol Team) 53.00 / Renate Rungger (Südtirol Team) 1:06.05

1999: Willi Innnerhofer (Südtiroler Laufverein) 54.39 / Daniela Rigotti (AS Dribbling) 1:16.12

*ab 2007 neue Strecken von 17,6km

Hofer und Kessler triumphieren beim Half Marathon Meran-Algund

01.05.2022

Vorjahressieger Michael Hofer und Lokalmatadorin Julia Kessler haben am Sonntag bei perfektem Laufwetter die 28. Ausgabe des Frühjahrsklassikers in der Passerstadt für sich entschieden. Hofer bewältigte die 21,097 Kilometer in starken 1:07.43 Stunden, während für Trail-Spezialistin Kessler die Stoppuhr nach 1:22.31 Stunden stehenblieb. Insgesamt nahmen rund 600 Athletinnen und Athleten am Laufspektakel in Meran teil, das den Teilnehmenden neben der Halbmarathon-Distanz auch eine 12,5 Kilometer lange Strecke bot.  

 

Michael Hofer wurde seiner Favoritenrolle beim Half Marathon Meran-Algund in souveräner Manier gerecht. Der 26-jährige Titelverteidiger vom ASV Deutschnofen, der vor fünf Wochen beim Halbmarathon in Kaltern den zweiten Platz belegt hatte, lieferte sich auf den beiden Schleifen von Meran nach Algund und wieder zurück einen packenden Fight mit David Andersag aus Kardaun. Zwischen Kilometer 15 und 16 in der Langen Gasse setzte Hofer in der Steigung schließlich die entscheidende Attacke und gewann den 28. Half Marathon Meran-Algund mit der starken Zeit von 1:07.43 Stunden. Damit war Hofer 15 Sekunden langsamer als bei seinem Triumph im Vorjahr. Andersag, Athlet vom ASC Berg, erreichte am „Tag der Arbeit“ hingegen nach 1:08.24 Stunden das Ziel. Rang drei nahm mit dem Schleiser Matthias Agethle vom Sportler Team ein weiterer Südtiroler ein. Ihm stand eine Zeit von 1:10.58 zu Buche. 

 

„Ich bin sehr zufrieden, denn die Strecke hier ist nicht gerade einfach. Das Teilnehmerfeld war wirklich stark und auch das Wetter mit ganz leichtem Regen zu Beginn und Temperaturen um 10, 12 Grad war für uns Läufer optimal. Deshalb konnten wir ordentlich ‚ziehen‘. Die Halbmarathon-Saison ist jetzt für mich erst einmal zu Ende und ich werde jetzt vermehrt auf kürzeren Distanzen, etwa bei den Dorfläufen oder Straßenrennen in anderen italienischen Regionen, anzutreffen sein“, sagte Sieger Hofer im Ziel. Der Sarner Hannes Rungger (ASC Lauffreunde Sarntal Raiffeisen) belegte hinter Pasquale Rutigliano – Italienmeister über 50 Kilometer – den fünften Platz. 

 

 

Start-Ziel-Sieg für Julia Kessler 

 

Bei den Frauen glänzte Julia Kessler aus Meran, die zu den stärksten Trail-Läufern Italiens zählt. Die 28-Jährige vom Sportclub Meran ließ ihr Potenzial aber auch im Flachen aufblitzen, absolvierte die 21,097 Kilometer in 1:22.31 und stellte damit eine neue, souveräne persönliche Bestleistung auf. „Dieser Sieg kommt völlig überraschend für mich. Ich war vor vier Jahren schon einmal hier am Start und bin im Krankenhaus aufgewacht. Damals war ich völlig unerfahren, hatte mich nicht entsprechend vorbereitet, bin das Rennen viel zu schnell angegangen und schließlich dehydriert. Heute hat es mich vor meinen Fans, vor meinen Freunden total inspiriert. Ich bin noch nie unter 1:30-Stunden gelaufen, auch nicht im Training“, sagte Kessler, die vor vier Jahren vom Kampfsport (Yoseikan Budo) zum Laufen gekommen war. 

 

Über Platz zwei beim Halbmarathon in Meran durfte sich Natalie Andersag (ASC Berg) freuen, die die Ziellinie am Kurhaus nach 1:26.13 Stunden passierte und damit 23 Sekunden schneller war als die Österreicherin Denise Neufert. Mit ihrer Zeit war Andersag übrigens eine halbe Minute schneller als vor fünf Wochen in Kaltern, wo sie den dritten Rang erreicht hatte.

 

 

Giacomelli und Dallio gewinnen den Fitness Run

 

Den 12,5 Kilometer langen Fitness Run entschied Giuliano Giacomelli (GS Valsugana Trentino) für sich. Er verwies Roberto Tomio (US Cornacci Tesero) und Manuel Padoeller auf die Ehrenplätze. Bei den Frauen setzte sich Giulia Dallio (Atletica Valle di Cembra) durch. Sie gab Elektra Bonvecchio (Atletica Trento) und Christin Crusius aus Deutschland das Nachsehen. 

 

Zufriedene Gesichter gab es nach Eintreffen der letzten Teilnehmer nicht nur bei den erfolgreichen Laufsportlerinnen und -sportlern, sondern auch bei OK-Chef Martin Sanin. „Wir haben heute ein tolles Lauf-Fest gesehen, das wir nach zwei Jahren Pandemie erstmals wieder unter so gut wie ‚normalen‘ Umständen abwickeln konnten. Mein Dank geht an die vielen freiwilligen Helfer und unsere Sponsoren, die wesentlich sind, um eine Veranstaltung wie den Half Marathon Meran-Algund erfolgreich abwickeln zu können. Gratulation auch an die Siegerinnen und Sieger, die starke Leistungen gezeigt haben“, sagte ein sichtlich zufriedener Martin Sanin.   

 

Die Südtiroler Top7-Laufserie legt nun eine kurze Pause ein und wird in zweieinhalb Monaten am Samstag, 16. Juli mit dem Reschenseelauf fortgesetzt.  

 

 

Half Marathon Meran-Algund, Ergebnisse Männer:

1. Michael Hofer ITA/ASV Deutschnofen 1:07.43

2. David Andersag ITA/ASC Berg 1:08.24

3. Matthias Agethle ITA/Sportler Team 1:10.58

4. Pasquale Rutigliano ITA/Bitonto Runners-Amici di Marco 1:11.21

5. Hannes Rungger ITA/ASC LF Sarntal Raiffeisen 1:11.33

 

Ergebnisse Frauen: 

1. Julia Kessler ITA/Sportclub Meran 1:22.31

2. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 1:26.13

3. Denise Neufert AUT/Hellblau Powerteam 1:26.36

4. Joana Lucaci ITA/GP Parco Alpi Apuane 1:26.40

5. Andrea Schweigkofler ITA/Sportclub Meran 1:27.07

 

 

Half Marathon Meran-Algund, alle Sieger im Überblick

1994: Simon Lopuyet KEN/1:02.35 Stunden – Simona Staicu HUN/1:13.05

1995: Barnaba Korir KEN/1:04.25 – Simona Staicu HUN/1:15.59

1996: Abel Gisemba KEN/1:02.12 – Martina Ivanova RUS/1:14.32

1997: Elija Lagat KEN/1:03.21 – Irina Yagodina RUS/1:13.48

1998: Christopher Cheboiboch KEN/1:02.22 – Margareth Okayo KEN/1:12.34

1999: Joseph Waweru KEN/1:02.01 – Ludmila Petrova RUS 1:16.36

2000: Michael Kite KEN/1:01.42 – Margaret Altundonyang KEN 1:12.56

2001: Anthony Korir KEN/1:04.10 – Agnes Jakab HUN/1:16.43

2002: Paul Kanda KEN/1:00.55 – Maria Cocchetti ITA/1:14.25

2003: Philip Manym KEN/1:01.14 – Rita Jeptoo KEN/1:11.30

2004: Elijah Nyabuti KEN/1:02.45 – Deborah Mengich KEN/1:13.12

2005: David Kipruto KEN/1:03.02 – Jane Ekimat KEN/1:12.55

2006: Elijah Nyabuti KEN/1:03.15 – Sylvia Kibet KEN/1:13.46

2007: Elijah Nyabuti KEN/1:03.20 – Petra Kaminkova CZE/1:15.14

2008: Jackson Kirwa KEN/1:01.31 – Beatrice Jepchumba KEN/1:13.37

2009: Collins Tanuik KEN/1:01.28 – Helah Kiprop KEN/1:12.42

2010: Toroitsch Martin Kitiyo UGA/1:02.54 – Zakia Mohamed Mrisho TZA/1:11.23

2011: Edwin Kipyego KEN/1:04.11 – Soumiya Labani MAR/1:13.51

2012: Hannes Rungger ITA/1:08.23 – Soumiya Labani MAR/1:15.22

2013: Hannes Rungger ITA/1:09.19 – Kathrin Hanspeter ITA/1:22.58

2014: Hannes Rungger ITA/1:09.11 – Kathrin Hanspeter ITA/1:16.35

2015: Jbari Khalid ITA/1:11.13 – Kathrin Hanspeter ITA/1:18.51

2016: Massimo Leonardi ITA/1:10.40 – Sabine Fischer SUI/1:20.25

2017: Jbari Khalid ITA/1:09.09 – Sabine Fischer SUI/1:18.07

2018: Markus Ploner ITA/1:09.36 – Sabine Fischer SUI/1:19.57

2019: Ousman Jaiteh GMB/1:08.58 – Andrea Weber AUT/1:24.16

2020: im Zuge der Covid-19-Pandemie abgesagt /annullata a causa della pandemia Covid-19

2021: Michael Hofer ITA/1:07.28 – Arianna Lutteri ITA/1:23.27

2022: Michael Hofer ITA/1:07.43 – Julia Kessler ITA/1:22.31

 

Die Top7-Laufserie ruft zum Half Marathon Meran-Algund

21.04.2022

Wenn am 1. Mai die arbeitende Bevölkerung den Tag der Arbeit genießt, dann werden in Meran zahlreiche Paar Laufschuhe zugeschnürt. Ab 9.30 Uhr steht in der Passerstadt nämlich der 28. Half Marathon Meran-Algund auf dem Programm. Zum dritten Event der beliebten Südtiroler Top7-Laufserie werden wieder zahlreiche Topathletinnen und -athleten erwartet.



 

Der Halbmarathon Meran-Algund erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Auch, weil das traditionsreiche Lauf-Event auf einer sehr flachen Strecke vonstattengeht: Nur insgesamt 50 Höhenmeter müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den 21,097 Kilometern bewältigen. Dabei werden einige Top-Athleten die Bestzeit des Kenianers Paul Kanda (1:00.55 Stunden) aus dem Jahr 2002 in Angriff nehmen. Freuen dürfen sich die Veranstalter unter anderen auf Titelverteidiger Michael Hofer vom ASV Deutschnofen, sowie David Andersag (ASC Berg), Andrea Dagostin (Athletic Club 96 Bozen), Benjamin Ganal, Ludovico Palmieri (ASV Schluderns) und Herbert Kopp. Vor allem bei den Frauen gibt es heuer ein vollgepacktes Favoritenfeld, schließlich gehören Julia Kessler (SC Meran), Petra Pircher (ASC Laas), Natalie Andersag (ASC Berg) oder Edeltraud Thaler in Südtirol zur absoluten Laufelite. Sie müssen sich etwa gegen Giulia Franchi (Atletica Trento), Andreea Lucaci (Parco Alpi Apuane) und Nicole Dürst (Schweiz/Vorjahresdritte) behaupten.

 

Neben diesen Spitzenathleten haben sich bereits mehr als 500 Laufbegeisterte für die drei Wettbewerbe angemeldet, die in der Passerstadt angeboten werden. Neben dem Halbmarathon findet nämlich auch der etwa halb so lange Fitness Run statt. Außerdem wird der Run4Fun ausgetragen, der wie der Fitness Run 12,5 Kilometer lang ist, bei dem aber der Spaß im Vordergrund steht. Hier wird keine Zeit genommen und es ist auch nicht notwendig, über ein ärztliches Zeugnis zu verfügen – im Unterschied zu den anderen beiden Wettbewerben. 

 

 

Große Vorfreude bei den Veranstaltern 

 

Martin Sanin, seit vielen Jahren OK-Chef des Half Marathon Meran-Algund, freut sich auf eine mehr oder weniger normale Austragung des Frühjahrsklassikers, nachdem im Vorjahr besonders strenge Covid19-Auflagen galten: „Mit der gesamten Abwicklung der Organisation bis jetzt und auch mit den bisher eingegangenen Anmeldungen kann ich zufrieden sein. Vor einem Jahr durften nur 300 Athletinnen und Athleten an den Start gehen. Heuer sind zehn Tage vor dem Startschuss schon fast doppelt so viele angemeldet – und es kommen sicher noch zahlreiche Laufsportler dazu“, unterstreicht Sanin.

 

Anmeldungen sind nämlich nach wie vor auf der Webseite der Veranstaltung (www.marathon-meran.com) möglich. Sanin rechnet mit „zwei- bis dreihundert Anmeldungen mehr“, sodass sich am Tag der Arbeit an die 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start in der Meraner Freiheitsstraße versammeln werden. Bis Freitag, 29. April können sich alle Interessierten für einen der drei Wettbewerbe eintragen, am Samstagnachmittag (30. April) werden von 15 bis 18 Uhr die Startnummern ausgegeben. Wie vor der Coronapandemie üblich, ist es heuer auch wieder möglich, nach dem Wettkampf in der Therme Meran zu duschen, ehe auf der Passerpromenade die Siegerehrung stattfinden wird. Vorausgesetzt, dass es die neuen Auflagen zulassen, die pünktlich am 1. Mai in Kraft treten sollen.

 

 

Zwei besonders treue Athleten wollen es wieder wissen

 

Besonders erfreut ist Martin Sanin über die Anmeldungen von Wilfried Braunhofer und Norbert Zecher. „Beide gehören zu unseren ‚Treuesten der Treuen‘ und werden ihrem Ruf auch heuer wieder gerecht. Für Braunhofer ist es die 27. Teilnahme beim Halbmarathon – das einzige Mal, wo er nicht in der Ergebnisliste aufschien, wurde er disqualifiziert. Der aus Stauffenberg (Deutschland) kommende Zecher ist hingegen schon 26 Halbmarathons und sieben Marathons, die es davor in Meran gegeben hat, gelaufen. Er kennt unsere Stadt wohl besser als so manch ein Einheimischer“, erklärt der OK-Chef abschließend. 

 

 

Half Marathon Meran-Algund, alle Sieger im Überblick

1994: Simon Lopuyet KEN/1:02.35 Stunden – Simona Staicu HUN/1:13.05

1995: Barnaba Korir KEN/1:04.25 – Simona Staicu HUN/1:15.59

1996: Abel Gisemba KEN/1:02.12 – Martina Ivanova RUS/1:14.32

1997: Elija Lagat KEN/1:03.21 – Irina Yagodina RUS/1:13.48

1998: Christopher Cheboiboch KEN/1:02.22 – Margareth Okayo KEN/1:12.34

1999: Joseph Waweru KEN/1:02.01 – Ludmila Petrova RUS 1:16.36

2000: Michael Kite KEN/1:01.42 – Margaret Altundonyang KEN 1:12.56

2001: Anthony Korir KEN/1:04.10 – Agnes Jakab HUN/1:16.43

2002: Paul Kanda KEN/1:00.55 – Maria Cocchetti ITA/1:14.25

2003: Philip Manym KEN/1:01.14 – Rita Jeptoo KEN/1:11.30

2004: Elijah Nyabuti KEN/1:02.45 – Deborah Mengich KEN/1:13.12

2005: David Kipruto KEN/1:03.02 – Jane Ekimat KEN/1:12.55

2006: Elijah Nyabuti KEN/1:03.15 – Sylvia Kibet KEN/1:13.46

2007: Elijah Nyabuti KEN/1:03.20 – Petra Kaminkova CZE/1:15.14

2008: Jackson Kirwa KEN/1:01.31 – Beatrice Jepchumba KEN/1:13.37

2009: Collins Tanuik KEN/1:01.28 – Helah Kiprop KEN/1:12.42

2010: Toroitsch Martin Kitiyo UGA/1:02.54 – Zakia Mohamed Mrisho TZA/1:11.23

2011: Edwin Kipyego KEN/1:04.11 – Soumiya Labani MAR/1:13.51

2012: Hannes Rungger ITA/1:08.23 – Soumiya Labani MAR/1:15.22

2013: Hannes Rungger ITA/1:09.19 – Kathrin Hanspeter ITA/1:22.58

2014: Hannes Rungger ITA/1:09.11 – Kathrin Hanspeter ITA/1:16.35

2015: Jbari Khalid ITA/1:11.13 – Kathrin Hanspeter ITA/1:18.51

2016: Massimo Leonardi ITA/1:10.40 – Sabine Fischer SUI/1:20.25

2017: Jbari Khalid ITA/1:09.09 – Sabine Fischer SUI/1:18.07

2018: Markus Ploner ITA/1:09.36 – Sabine Fischer SUI/1:19.57

2019: Ousman Jaiteh GMB/1:08.58 – Andrea Weber AUT/1:24.16

2020: im Zuge der Covid-19-Pandemie abgesagt /annullata a causa della pandemia Covid-19

2021: Michael Hofer ITA/1:07.28 – Arianna Lutteri ITA/1:23.27

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

Jbari und Bettin lassen beim Under Armour Kalterer See Halbmarathon alle hinter sich

27.03.2022

Kaltern, 27. März 2022 – Mit zwei Favoritensiegen ist am Sonntag die 15. Ausgabe des Under Armour Kalterer See Halbmarathons zu Ende gegangen. Bei den Männern machte sich der Bozner Khalid Jbari an seinem 33. Geburtstag mit dem Triumph ein schönes Geschenk, während bei den Frauen die Trentinerin Loretta Bettin die Nase vorne hatte. Die beiden Athleten waren beim Rundlauf um den wärmsten Badesee der Alpen bereits 2018 gemeinsam auf dem höchsten Treppchen des Podiums gestanden. 

 

 

Wolkenloser Himmel, Windstille und Temperaturen um 13 Grad Celsius beim Start am Kiosk Gretl am See um 10 Uhr – besser hätten die äußeren Bedingungen für den 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon am Sonntagvormittag nicht sein können. In der Tat: Die Athletinnen und Athleten zeigten auf den beiden etwas mehr als 10 Kilometer langen Schleifen zum Teil Topleistungen. Bei den Männern setzte sich kurz nach dem Start mit Khalid Jbari (Athletic Club 96 Alperia), Michael Hofer (ASV Deutschnofen) und David Andersag (ASC Berg) ein in Südtiroler Läuferkreisen prominentes Trio ab. Diese drei Topläufer lagen auch nach der ersten Runde, die sie in etwas mehr als 33 Minuten absolvierten, eng beisammen. 

 

Auf der zweiten Schleife setzten sich Jbari und Hofer dann etwas ab, bevor der spätere Sieger bei Kilometer 20 auf einer Bergab-Passage die entscheidende Attacke setzte. Am Ende gewann Jbari den Kalterer See Halbmarathon mit einer Zeit von 1:07.20 Stunden und zehn Sekunden Vorsprung auf Hofer. Jbaris Leistung an seinem 33. Geburtstag und bei seinem insgesamt dritten Kaltern-Triumph nach 2017 und 2018 ist noch einmal höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass er erst vor einer Woche den Rimini Marathon für sich entschieden hat. Jbaris Halbmarathon-Bestzeit lieg bei 1:06.41. Hofer schrammte hingegen nur 16 Sekunden an seiner persönlichen Bestleistung vorbei, die er in dieser Saison verbessern möchte. Langfristig peilt der 26-Jährige eine Zeit unter 1:05-Stunden an. Das Podium in Kaltern komplettierte am Sonntag David Andersag, der in 1:08.59 ebenfalls die 1:10-Stunden-Marke knackte. 

 

 

Natalie Andersag als beste Südtirolerin auf Rang drei

 

Bei den Frauen feierte Loretta Bettin (Atletica Paratico) einen klassischen Start-Ziel-Sieg. Die 41-jährige Trentinerin hatte bei Halbzeit einen Vorsprung von zwei Minuten auf Natalie Andersag (ASC Berg) und von fast drei Minuten auf Anna Fantinelli (Atletica Brescia Marathon). Einen Vorsprung, den Bettin auf der zweiten Schleife weiter ausbaute, die 21,1 Kilometer schließlich in 1:21.10 Stunden bewältigte und sich damit souverän durchsetzte. Fantinelli konnte auf der zweiten Schleife an Andersag vorbeiziehen und belegte mit 4.17 Minuten Rückstand den zweiten Platz. Andersags Rückstand auf die Tagessiegerin betrug im Ziel hingegen 5.37 Minuten.

 

Zusätzlich zur Halbmarathon-Distanz bot der ausrichtende Südtiroler Laufverein Sparkasse am Sonntag traditionsgemäß auch den Panoramalauf mit einer Länge von 10,55 Kilometern an. Hier ging der Tagessieg bei den Männern an den Trentiner Marco Anesi (Lagarina Crus Team). Der 22-Jährige aus Pinè erreichte das Ziel nach 34.04 Minuten mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Salurner Raphael Joppi vom Gastgeberverein. Den dritten Rang nahm hingegen Nicola Mostacchetti von Atl. Valle Brembana ein. Seine Endzeit betrug 35.13 Minuten. Bei den Frauen überquerte eine Athletin aus Deutschland als Erste die Ziellinie. Anna Ricarda Gerlach aus Regensburg setzte sich souverän in 40.43 Minuten durch. Als beste heimische Athletin landete Sophia Miribung aus Percha auf dem zweiten Platz (Laufclub Pustertal/45.04), vor Sonja Tscholl aus Tschengls (ASD Südtirol Team Club/46.34). 

 

 

Die Veranstalter freuen sich über ein gelungenes Comeback

 

Strahlende Gesichter gab es am Sonntag aber nicht nur bei den Teilnehmenden, die nach zwei Jahren Pandemie bedingter Zwangspause wieder den Frühlingsauftakt der heimischen Laufszene im Überetsch in Angriff nehmen durften. Auch OK-Chef Patrick Olivetto zeigte sich nach Ende des Klassikers zufrieden: „Wir sind zunächst einmal überglücklich, dass wir den Under Armour Kalterer See Halbmarathon endlich wieder durchziehen konnten. Die 800 gemeldeten Teilnehmer und die vielen strahlenden Gesichter bei den Finishern sind der Beweis, dass alle auf dieses Rennen hingefiebert haben. Es war aufgrund der Corona-Auflagen nicht einfach, das Event abzuhalten. Aber dank der Unterstützung unserer 120 freiwilligen Helfer hat alles reibungslos geklappt. Ein Dank geht natürlich auch an unsere Sponsoren, die uns hoffentlich auch bei den nächsten Ausgaben unseres Traditionslaufes wieder unterstützen werden.“

 

Die Top7-Serie – der Under Armour Kalterer See Halbmarathon war die zweite Etappe von insgesamt sieben Veranstaltungen – wird in knapp einem Monat mit einem weiteren Halbmarathon fortgesetzt. Am Sonntag, 1. Mai geht es für die Athletinnen und Athleten zwischen Meran und Algund auf die 21,1 Kilometer.  

 

 

Ergebnisse 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon

 

Männer

1. Khalid Jbari ITA/Athletic Club 96 Alperia 1:07.20

2. Michael Hofer ITA/ASV Deutschnofen 1:07.30

3. David Andersag ITA/ASC Berg 1:08.59

4. Luis Schenk ITA/ASV Gherdeina Runners 1:12.04

5. Enrico Cozzini ITA/GS Fraveggio 1:12.11

 

Frauen: 

1. Loretta Bettin ITA/Atl. Paratico 1:21.10

2. Anna Fantinelli ITA/Atletica Brescia Marathon 1:25.28

3. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 1:26.48

4. Susanne Hafner GER 1:27.15

5. Christine Griessmair ITA 1:28.02

 

 

Panoramalauf (10,55 km)

 

Männer

1. Marco Anesi ITA/Lagarina Crus Team 34.04

2. Raphael Joppi ITA/Südtiroler LV Sparkasse 34.19

3. Nicola Mostacchetti ITA/Atl. Valle Brembana 35.13

4. Alex Rodigari ITA/US Carisolo 35.26

5. Veith Berger ITA 35.41

 

Frauen: 

1. Anna Ricarda Gerlach GER/LG Telis Finanz Regensburg 40.43 

2. Sophia Miribung ITA/Laufclub Pustertal 45.04

3. Sonja Tscholl ITA/ASD Südtirol Team Club 46.34

4. Silvia Bazzana ITA/SG Eisacktal Raiffeisen ASV 46.56

5. Saveria Moncher ITA/ASD Città di Trento 47.43

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Foto: hkMedia

Mit dem ausgebuchten Under Armour Kalterer See Halbmarathon geht es weiter

17.03.2022

Die beliebte Top7-Laufserie wird am Sonntag, 27. März mit dem 15. Under Armour Kalterer See Halbmarathon fortgesetzt. Der Wettkampf am wärmsten Badesee der Alpen ist nach zweijähriger Corona-Abstinenz mehr gefragt denn je, denn alle 800 Startplätze für den Panoramalauf (10,5 km) und den Halbmarathon – der Volkslauf findet heuer nicht statt – sind bereits vergeben.  

 

 

Aufgrund der noch geltenden Corona-Restriktionen musste das OK-Team des Under Armour Kalterer See Halbmarathons heuer sowohl beim Volkslauf als auch beim traditionellen Essen und der Endverpflegung zurückstecken. „Weil bei der Speisenausgabe eine 2G-Regelung gelten würde, wir beim Panoramalauf und Halbmarathon aber eine 3G-Regelung anwenden, würde dies in Widerspruch stehen. Also haben wir die Pasta Party vom Programm gestrichen, dafür steht das Rennen aber mehr Laufinteressierten offen“, erklärt der engagierte OK-Chef Patrick Olivetto. Die Vorfreude auf die 15. Ausgabe des Halbmarathons ist an den Ufern des bekannten Badesees groß, schließlich musste seit zwei Jahren auf das Laufevent verzichtet werden. Der Beweis dafür ist die bereits erreichte Teilnehmerzahl: „800 war und ist das Maximum, mehr können wir nicht starten lassen. Die Sicherheit der Teilnehmer und Helfer steht für uns an oberster Stelle. Natürlich macht es uns ein wenig stolz, dass wir dieses Limit schon drei Wochen vor dem Startschuss erreicht haben. Das spricht für unsere gute Organisation und natürlich den Umstand, dass die Menschen nach schwierigen Monaten wieder richtig Lust auf Wettkämpfe haben“, kommentiert Olivetto.

 

Lust auf den Under Armour Kalterer See Halbmarathon haben auch zahlreiche Topathleten – nicht nur aus Südtirol, sondern auch aus den anderen Regionen Italiens. Für die 21,1 km lange Strecke, die um 10 Uhr gestartet wird, sind einige starke Läuferinnen und Läufer aus dem italienischen Raum angemeldet. Bei den Frauen darf man auf die einheimischen Athleten gespannt sein: Natalie Andersag (ASC Berg), Petra Pircher (ASC Laas) und Edeltraud Thaler (ASV Telekom) zählen bei der Top7-Laufserie schön längst zu den Stammgästen und haben schon mehrmals ihre Klasse unter Beweis gestellt. Ebenfalls im Auge sollte man die Schweizerin Samira Schnüriger (LC Regensdorf) haben: Ihre Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz beträgt respektable 1:17.58 Stunden.

 

 

Favoriten zuhauf bei den Herren

 

Bei den männlichen Teilnehmern muss man den großen Favoriten lange suchen. Denn angemeldet haben sich viele Top-Läufer aus Südtirol und dem Rest Italiens, die sich am 27. März auf den zwei Schleifen um den Kalterer See wohl eindrucksvoll die Stirn bieten werden. Jbari Khalid (Athletic Club 96), Markus Ploner (ASV Sterzing), Michael Hofer (ASV Deutschnofen), David Andersag (ASC Berg), Peter Lanziner (A.S.D. Südtirol Team Club), Helmuth Mair (S.G. Eisacktal) oder Simon Pertinger (S.G. Eisacktal) – schon alleine die Namen der Läufer aus der heimischen Provinz machen einiges her. Weil aus dem italienischen Raum auch noch Spezialisten wie Stefano Ghenda (Treviso Atletica), Nicola Buffa (ASD Atletica Pidaggia 1528) oder Federico Bordignon (Vicenza Marathon) hinzukommen, darf man sich auf diesen hochkarätig besetzten Wettkampf besonders freuen. 

 

Neben dem Halbmarathon wird auch der Panoramalauf stattfinden. Im Unterschied zum Halbmarathon (21 Kilometer) wird hier der Kalterer See nur einmal umrundet (10,5 Kilometer). Der Panoramalauf wird für die Top7-Laufserie nicht gewertet, zählt aber für die Treueprämie. Er bietet aber vor allem einheimischen Leichtathleten, die auf den Langstrecken zu Hause sind, immer eine ausgezeichnete Möglichkeit für einen Formcheck. So nehmen beispielsweise auch Raphael Joppi, der an Silvester den Elitelauf des BOclassic Südtirol bestritten hat, und Simon Mair vom Südtiroler Laufverein teil. Wer beim Laufevent am Kalterer See zuschauen möchte, muss einen gültigen 2G-Nachweis bei sich führen.

Foto: Franz Spiess

 

Jbari und Giotto gewinnen den 18. BOclassic Ladurner Volkslauf

31.12.2021

Der Auftakt in die Top7-Laufserie 2022 ist gemacht: Am frühen Freitagnachmittag ist der 18. BOclassic Ladurner Volkslauf mit den maximal zugelassenen 300 Teilnehmern über die Bühne gegangen. Die erste von insgesamt sieben Etappen des beliebten Südtiroler Laufwettbewerbs entschieden der Bozner Khalid Jbari und Marina Giotto (Mel/Provinz Belluno) für sich. Der Ladurner Volkslauf läutet traditionsgemäß den international topbesetzten BOclassic Südtirol mit den beiden Eliteläufen (um 15 Uhr die Frauen, um 15.30 Uhr die Männer) ein. Am Bozner Silvesterlauf, der zu den renommiertesten Laufveranstaltungen der Welt zählt, nehmen einige der weltbesten Langstreckenläufer teil.   

 

Bei frühlingshaften Temperaturen um die 12° Celsius, wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein fiel um punkt 13 Uhr der Startschuss zum BOclassic Ladurner Volkslauf. Im stark besetzten Männerfeld setzte sich auf der ersten Gruppe eine Dreiergruppe, bestehend aus Khalid Jbari, Osvaldo Zanella und David Andersag aus Kardaun, an die Spitze. Das Trio blieb drei Viertel der Strecke eng beisammen, ehe Andersag vor Beginn der letzten Schleife ein wenig abreißen lassen musste. Am Ende lief der Bozner Khalid Jbari als Erster nach 5 Kilometern und mit einer Zeit von 15.29 Minuten über die Ziellinie am Bozner Waltherplatz. 

 

„Mein letzter Auftritt hier beim BOclassic Ladurner Volkslauf ist schon einige Jahre her. Ich habe bewusst bis zum Schluss gewartet, um meinen Angriff zu setzen. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass ich dieses traditionsreiche Rennen am letzten Tag des Jahres gewinnen konnte. Zu Beginn des neuen Jahres werde ich einige Cross-Rennen bestreiten“, sagte Jbari, der für den Athletic Club 96 Alperia startet, in einer ersten Stellungnahme im Ziel. Osvaldo Zanella, der für Atletica Brugnera tesseriert ist, wurde mit sieben Sekunden Rückstand auf Jbari Zweiter. Das Podium komplettierte Andersag vom ASC Berg. Er bewältigte die vier Runden zu jeweils 1,25 Kilometern in 15.44 Minuten. „Leider konnte ich das Tempo nicht bis zum Schluss halten, aber ich bin dennoch zufrieden, wie es heute gelaufen ist“, lautete Andersags Kommentar im Ziel. 

 

 

Giotto vor den starken Südtirolerinnen Andersag und Vorhauser

 

Bei den Frauen ging der Sieg an eine Läuferin aus der Provinz Belluno. Marina Giotto aus Mel, die für GS La Piave 2000 startet, lief zunächst mit Natalie Andersag (Kardaun/ASC Berg) gemeinsam an der Spitze, ehe sie nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke das Tempo verschärfte und den 18. BOclassic Ladurner Volkslauf in 18.13 Minuten gewann. Platz zwei ging an Andersag, die sich mit einem Spitzenresultat aus der Babypause zurückmeldete. Als dritte schaffte es Lara Vorhauser aus Grasstein in der Gemeinde Franzensfeste, Athletin des ASV Sterzing Volksbank, aufs Podium. Ihre Endzeit betrug 19.02 Minuten. Vorhauser hatte den letzten Ladurner Volkslauf im Mai gewonnen, der aufgrund der Corona-Pandemie um fünf Monate hatte verschoben werden müssen.    

 

„Ich bin wirklich sehr zufrieden, denn das hier war mein erstes Rennen seit drei Monaten. Eine Knieverletzung hat mich außer Gefecht gesetzt, aber heute habe ich mich von Beginn an gut gefühlt. In Bozen war ich jetzt einige Jahre nicht mehr mit von der Partie und bei meiner Rückkehr habe ich gleich meinen persönlichen Rekord verbessert. Auch die Einteilung war super – zwei Runden habe ich mich mit einer Konkurrentin duelliert, bevor ich dann meinen eigenen Rhythmus weitergelaufen bin“, sagte Siegerin Giotto.

 

Die Top7-Laufserie 2022 wird am Sonntag, 27. März mit dem Under Armour Kalterer See Halbmarathon fortgesetzt. 

 

 

Ergebnisse 18. BOclassic Ladurner Volkslauf

 

Männer:

1. Khalid Jbari ITA/Athletic Club 96 Alperia 15.29

2. Osvaldo Zanella ITA/Atl. Brugnera PN Friulintagli 15.36

3. David Andersag ITA/ASC Berg 15.44

4. Alexandru Bacosca ROU 16.02

5. Sebastian Weissteiner ITA/SG Eisacktal Raiffeisen SV 16.16

 

Frauen:

1. Marina Giotto ITA/GS La Piave 2000 18.13 Minuten

2. Natalie Andersag ITA/ASC Berg 18.58

3. Lara Vorhauser ITA/ASV Sterzing Volksbank 19.02

4. Christine Griessmair ITA 19.45

5. Maria Pichler ITA/Südtiroler LV Sparkasse 19.57

 

Die vollständigen Ergebnislisten: https://tds.sport/de/race/12243

 

 

Weiteres Programm der Top-7-Laufserie 2022

Sonntag, 27. März 2022: Under Armour Kalterer See Halbmarathon

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Der BOclassic Ladurner Volkslauf läutet an Silvester die Top-7-Serie 2022 ein

20.12.2021

„Alle Jahre wieder…“ – Das bekannte Weihnachtslied passt nicht nur gut zur aktuellen Adventszeit, sondern auch zum beliebtesten Südtiroler Lauf-Circuit. Zum bereits 16. Mal steht die Top-7-Laufserie an und traditionell geht es im Rahmen des BOclassic Südtirol mit dem Ladurner Volkslauf für alle Hobbyathletinnen und -athleten los. Der traditionsreiche Silvesterlauf wurde am Montag definitiv von der Bozner Stadtregierung bestätigt. 

 

Die Top-7-Laufserie zieht Jahr für Jahr Tausende Hobbyläufer in seinen Bann. Nach jahrelanger und bestens bewährter Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltern der einzelnen Stationen, steht die Veranstaltungsreihe mittlerweile für eine herausragende Organisation und große Professionalität. Nachdem die 15. Ausgabe im Jahr 2021 nur eine Top-6 bildete – der Under Armour Kalterer See Halbmarathon im März musste aufgrund der Covid19-Pandemie abgesagt werden – soll im 16. Anlauf wieder alles reibungslos und hoffentlich coronafrei durchgezogen werden. 

 

Die 16. Ausgabe geht wie gewohnt noch im alten Jahr los. Der Ladurner Volkslauf im Rahmen des BOclassic Südtirol bildet am 31. Dezember Jahr für Jahr den Startschuss der Serie. Der 5 Kilometer lange Lauf durch die Altstadt Bozens hat auch immer ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld vorzuweisen. Für die zahlreichen Hobbyläufer besteht somit die Möglichkeit, das Jahr 2021 mit einer sportlichen Leistung abzuschließen. Noch im Frühjahr steht am 27. März am Kalterer See der Under Armour Kalterer See Halbmarathon an. Wenn am 1. Mai das arbeitende Volk den „Tag der Arbeit“ im vom Spätfrühling blühenden Südtirol genießt, dann stürzen sich die Teilnehmer der Top-7 schon wieder auf die Laufstrecke. Schließlich steht dann der Half Marathon Meran-Algund an. 

 

 

7 Rennen auf alle 4 Jahreszeiten verteilt

 

Die letzten vier Etappen der Südtiroler Laufserie finden vom Juli bis Oktober im Monatsrhythmus statt. Zunächst geht es am 16. Juli ans westliche Ende Südtirols, wo der Reschenseelauf, eine der größten Laufveranstaltungen im Alpenraum, stattfindet. Am 27. August wird dann am anderen Ende der nördlichsten Provinz Italiens die fünfte Etappe ausgetragen. Beim Südtiroler Erdäpfellauf, ein rund 17 Kilometer langer Lauf von Bruneck nach Sand in Taufers, können die Teilnehmer die Idylle des Puster- und Ahrntals aufsaugen.

 

Abgeschlossen wird die Serie wie gewohnt von den Klassikern Soltn-Berghalbmarathon in Jenesien (25. September), sowie dem AgeFactor-Run in Branzoll (22. Oktober). In den beiden Herbst-Highlights legen sich immer besonders jene Sportler ins Zeug, die noch die Chance auf den Gesamtsieg in der Serie haben. Auf die Gesamtsieger warten auch heuer wieder großartige Sachpreise. Titelverteidiger sind Petra Pircher (Laas) und Michael Hofer aus Deutschnofen. 

 

 

Anmeldungen bereits im Gange

 

Sowohl für den BOclassic Ladurner Volkslauf als auch für die gesamte Top-7-Serie laufen die Anmeldungen bereits auf Hochtouren. Wer sich noch vor dem 24. Dezember für den BOClassic anmeldet, muss nur eine Teilnahmegebühr von 25 Euro zahlen, ehe sie bis zum Eventstart auf 30 Euro steigt. Aber aufgepasst: Jene Läufer, die planen, an allen sieben Etappen der Top-7 teilzunehmen, erhalten einen Sonderpreis von 165 Euro. Anmelden kann man sich auf https://www.top-7.it/de/anmeldung oder auf den Webseiten der einzelnen Laufveranstaltungen. 

 

 

Programm Top-7-Laufserie 2022

Freitag, 31. Dezember 2021: BOClassic Südtirol

Sonntag, 27. März 2022: Under Armour Kalterer See Halbmarathon

Sonntag, 1. Mai 2022: Half Marathon Meran Algund

Samstag, 16. Juli 2022: Reschenseelauf

Samstag, 27. August 2022: Südtiroler Erdäpellauf

Sonntag, 25. September 2022: Soltn-Berghalbmarathon

Samstag, 22. Oktober 2022: AgeFactor-Run Branzoll

 

Michael Hofer und Petra Pircher gewinnen die Top7-Gesamtwertung 2021

20.11.2021

Am späten Samstagnachmittag wurden sie im Four Points by Shearon in Bozen gekürt, die Gesamtsieger der diesjährigen Top7-Laufserie. Bei den Männern setzte sich Michael Hofer aus Deutschnofen mit großem Vorsprung durch, während bei den Frauen lediglich sieben Zähler den Ausschlag zu Gunsten Petra Pirchers (Laas) gaben. Den größten Applaus verdienten sich aber die Veranstalter, die die beliebte Laufserie trotz aller mit der Pandemie verbundenen Schwierigkeiten problemlos abwickelten. 

 

 

Von den sieben Laufveranstaltungen musste nur ein Event abgesagt werden. Das war der Under Armour Kalterer See Halbmarathon, für den im März eigentlich alles angerichtet war, bevor die Landesregierung aufgrund rapide ansteigender Infektionszahlen in Südtirol intervenierte. Ansonsten konnten die Veranstalter landauf landab ihr Programm durchziehen – sehr zur Freude der Hunderten Teilnehmer. „Wir sind natürlich sehr froh, dass wir unsere verschiedenen Events trotz der vielen Schwierigkeiten durchgebracht haben. Die Teilnehmerzahlen fielen heuer nicht ganz so hoch aus, was man sicherlich auf die Pandemie und ihre Nachwirkungen zurückführen kann. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich der Laufsport davon wieder schnell erholen wird und wir in Zukunft wieder an die Zeit vor Corona anknüpfen können“, sagten die Veranstalter der Top7-Laufserie am Samstag in Bozen.  

 

Der erfolgreichste Teilnehmer an der Top7-Laufserie war in der Saison 2021 Michael Hofer aus Deutschnofen. Der 26-Jährige sammelte bei den sechs Rennen 2114 Punkte und verwies damit Martin Plankensteiner (Ahornach/1808) und Helmuth Mair (Brixen/1751) auf die Plätze. Hofer konnte in den vergangenen elf Monaten auch zwei Rennen für sich entscheiden. Er hatte zunächst im Mai beim Half Marathon Meran-Algund die Nase vorn, ehe er im September den Soltn-Berghalbmarathon gewann. Außerdem stehen Michael Hofer zwei zweite Plätze zu Buche, die er beim BOclassic Ladurner Volkslauf, sowie beim abschließenden Agefactor-Run in Branzoll einheimste. Plankensteiners bestes Einzelergebnis war Rang drei beim BOclassic Ladurner Volkslauf, während Mair beim Soltn-Berghalbmarathon der fünfte Platz zu Buche stand.  

 

 

Pircher hält Schenks Angriffen im Saison-Finish Stand

 

Bei den Frauen lieferten sich Petra Pircher aus Laas und die in Gröden lebende Innsbruckerin Sarah Schenk ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Pircher mit dem äußerst knappen Vorsprung von sieben Zählern das bessere Ende für sich und gewann die Top7-Gesamtwertung 2021 mit insgesamt 1905 Punkten. Pirchers bestes Einzelergebnis war der zweite Platz beim Südtiroler Erdäpfllauf. Sarah Schenk kam mit Fortdauer der Saison immer besser in Fahrt und erzielte sowohl beim Soltn-Berghalbmarathon, als auch beim Agefactor-Run in Branzoll die zweitschnellste Zeit. Rang drei in der Gesamtwertung nimmt die Sarnerin Karolina Rosa Thaler ein, die in den vergangenen elf Monaten 1722 Zähler sammelte.  

 

Im Rahmen der kleinen Abschlussfeier im Four Points by Sheraton in Bozen wurde auch ein Ausblick auf die Zukunft gewagt. So sollen 2022 wieder alle sieben Lauf-Events ausgetragen werden. Los geht's voraussichtlich am Freitag, 31. Dezember 2021 mit dem BOclassic Ladurner Volkslauf. Danach stehen der Under Armour Kalterer See Halbmarathon (Sonntag, 27. März), der Half Marathon Meran-Algund (Sonntag, 1. Mai), der Reschenseelauf (Samstag, 16. Juli), der Südtiroler Erdäpfllauf (Samstag, 27. August), der Soltn-Berghalbmarathon (Sonntag, 25. September) und der AgeFactor-Run (Samstag, 22. Oktober) auf dem Programm. 

 

 

Top7-Gesamtwertung 2021

Männer

1. Michael Hofer (ASV Deutschnofen) 2114 Punkte/6 Rennen

2. Martin Plankensteiner 1808/6

3. Helmuth Mair (SG Eisacktal Raiffeisen ASV) 1751/6

4. Diego Goss (USD Cermis) 1569/6

5. Andreas Pircher (ASD Südtirol Team Club) 1479/6

6. Christian Frezzato (Atletica Valle di Cembra) 1465/6

7. Erich Meraner (ASD SSV Brixen) 1375/6

8. David Houska (ASC Algund Raiffeisen) 1272/5

9. Hubert Pilser (ASV Rennerclub Vinschgau) 1262/6

10. Luis Schenk (Atletica Gherdeina Raiffeisen) 1250/5

 

Frauen: 

1. Petra Pircher (ASC Laas Raiffeisen) 1905/6

2. Sarah Schenk 1898/6

3. Karolina Rosa Thaler (ASC LF Sarntal Raiffeisen) 1722/6

4. Verena Lamprecht (Ritten Sport Run Team) 1676/6

5. Sonja Hofer (Laufclub Pustertal) 1666/6

6. Anna Maria Kerschbaumer (ASV Rennerclub Vinschgau) 1618/6

7. Ilse Schütz (ASV Rennerclub Vinschgau) 1616/6

8. Rosa Pattis (ASD Südtirol Team Club) 1468/6

9. Angelica Huber (Sportclub Meran) 1078/4

10. Barbara Vasselai (ASC LF Sarntal Raiffeisen) 861/4

 

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